ArchivDeutsches Ärzteblatt10/1996„Medikamenteninduzierte„ Pankreatitis selten

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„Medikamenteninduzierte„ Pankreatitis selten

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LNSLNSLNSLNS Kortison und Thiazide waren die ersten Medikamente, von denen berichtet wurde, daß sie eine akute, nicht selten tödliche Pankreatitis auszulösen vermögen. Die Autoren aus Lüneburg führten eine Umfrage an 45 gastroenterologischen Zentren in Deutschland durch, in denen 1 613 Patienten mit akuter Pankreatitis 1993 behandelt worden waren. Bei 22 Patienten (1,4 Prozent) wurden Medikamente als auslösender Faktor angegeben, nämlich Azathioprin, Mesalazin-Sulfalazin, 2,3-Deoxyinosin, Östrogene, Furesemid, Hydrochlorothiazid und Rifampicin. Nur bei drei Patienten war es zu ausgedehnten peripankreatischen Nekrosen gekommen, bei zwei Patienten zu einer respiratorischen und bei vier Patienten zu einer Niereninsuffizienz. Die Autoren kommen zu dem Schluß, daß eine medikamenteninduzierte akute Pankreatitis selten ist und daß diese Pankreatitisform in der Regel einen benignen Verlauf nimmt. W
Lankisch PG, Dröge M, Gottesleben F: Drug induced acute pancreatis: incidence and severity. Gut 1995; 37: 565–567.
Medizinische Abteilung, Städtisches Krankenhaus, Boegelstraße 1, 21339 Lüneburg

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