ArchivDeutsches Ärzteblatt26/1997Protonenpumpenhemmer bei kongenitaler Chloridorrhoe

MEDIZIN: Referiert

Protonenpumpenhemmer bei kongenitaler Chloridorrhoe

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LNSLNS Im Jahr 1945 beschrieben Gamble und Darrow zwei Kinder mit schwerer kongenitaler Diarrhö, als deren Ursache sich eine Chloridmalabsorption mit konsekutiver Alkalose als autosomal rezessiv ererbtes Leiden herausstellte. Bislang war die Therapie dieser Kinder, die unter exzessivem Flüssigkeits- und Elektrolytverlust leiden und eine Hyperreninämie, Hyperaldosteronismus und Kaliumverlustnephropathie entwickeln, eine orale Substitution mit Natrium- und Kaliumchlorid. Die Autoren vom Department of Internal Medicine, Baylor University, Dallas, berichten über einen Patienten, bei dem erstmals ein Protonenpumpenhemmer eingesetzt wurde, um die Sekretion von Salzsäure im Magen nachhaltig zu reduzieren. Der 34jährige Patient klagte über sechs bis zwölf Stühle pro Tag mit einem Volumen bis 1,7 Liter. Unter einer Therapie mit 2 x 20 mg Omeprazol und oraler Kaliumsubstitution nahm die Stuhlfrequenz auf zwei bis vier pro Tag ab, SerumElektrolytkonzentration und Nierenfunktion sind normal, und der Patient wurde wieder arbeitsfähig. w
Aichbichler BW, Zerr CH, Santa Ana CA, Porter JL, Fordtran JS: Proton-pump inhibition of gastric chloride secretion in congenital chloridorrhea. N Engl J Med 1997; 336: 106-108.
Department of Internal Medicine, Baylor University Medical Center, Dallas, Texas, USA.

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