ArchivDeutsches Ärzteblatt10/1996CeBIT 1996: Mit Vollgas auf die Datenautobahn

VARIA: Technik für den Arzt

CeBIT 1996: Mit Vollgas auf die Datenautobahn

Bantle, Frank

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LNSLNSLNSLNS Weit über 6 000 Aussteller haben sich in diesem Jahr zur Computer- und Kommunikationsmesse CeBIT in Hannover angemeldet. Die wichtigsten Innovationen im Messeprogramm (14. bis 20. März) kommen aus den Bereichen Telekommunikation, Software und EDV-Dienstleistungen.
So wird vor allem die Software-Industrie zahlreiche Weiterentwicklungen präsentieren. Hierbei geht es um Anwendungen unter Windows 95, den PowerPC-Lösungen von Apple und der OS/2-Netzwerk-Version Warp von IBM. Ziel ist immer eine ganzheitliche Anwendung für die unternehmensweite Informationsverarbeitung. Neben den bereits bekannten Lösungen für Großunternehmen werden ähnliche Produkte zum Einsatz in PCNetzen für Kleinanwender präsentiert. Kernstück der Systeme sind aber nicht mehr die gewöhnten Pakete für Textverarbeitung, Kalkulation und Planungshilfe, sondern Datenbanken.


Variable Notebooks
Besondere Aufmerksamkeit verdienen auch die Notebook-Rechner. Nach Erkenntnissen aus der Marktforschung wird auf sie in wenigen Jahren rund die Hälfte des gesamten PC-Umsatzes entfallen. Das Hauptangebot stützt sich auf Modelle mit Farbbildschirmen und Datenübertragungs- und Faxfunktion. Seit ihrer Premiere vor zwei Jahren haben sich auch die Handheld-Computer im Markt etabliert – die Rechner im Westentaschenformat unterstützen ihre Benutzer als elektronische Notizbücher, Terminkalender, Adreßverzeichnisse, Datenbanken, Sprachübersetzer, Planungshelfer sowie Daten- und FaxÜbertragungsgeräte. Bei den Druckern geht der Trend zu den Techniken des Tintendrucks und des Seitendrucks. Eine Reihe von Laserdruckern wird jetzt direkt durch das jeweilige PC-Betriebssystem gesteuert und kommt ohne eigene Prozessoren und ROM-Speicher aus.
Sehr günstig werden Drucker angeboten, die für Bildauflösung bis 600 dpi ausgelegt sind. Ein wachsender Teil der Modelle ermöglicht dem Benutzer sogar die Darstellung mehrerer Farben.


Multimedia-Ideen
Weil das Multimedia-Geschäft branchenübergreifend ist, werden sich mit diesem Thema die Hardware-, Software- und Dienstleistungs-Anbieter in allen Messebereichen befassen. Zahlreiche Präsentationen gelten der Multimedia-Kommunikation im ISDN- und ISDN-Breitbandnetz. Über Videokonferenzsysteme können Partner im Netz parallel zum Sprechverkehr Daten, Dokumente, Grafiken und Bildsequenzen austauschen. Der gemeinsame Zugriff auf Informationen soll unabhängig vom Standort der Teilnehmer möglich sein, was gerade für die Bereiche Wissenschaft und Medizin interessant ist.
Einen weiteren Messe-Schwerpunkt bilden sogenannte "PC-Messaging-Systeme" mit interaktiven Funktionen und Mailboxen für die Aufnahme von Telefonaten, Fax- und E-Mail-Nachrichten. Bei zahlreichen NetzZugängen und Kommunikationsanwendungen am PC wird natürlich an den Erfolg der BTX-Dienste angeknüpft. Seit der Anbindung an das globale Internet wächst deren Frequentierung sprunghaft. Auch sind weitere Funktionskarten für Telefax-Anwendungen am PC zu erwarten, darunter Mehrzweckkarten für Protokollierung, Datenübertragung und Telefax-Option. Auf den großen Markterfolg der PC-Fax-Lösungen stellen sich nun die Anbieter konventioneller Telefax-Geräte ein. Mit Hilfe von Funktionskarten läßt sich etwa der Nachrichteneingang den Fax-Geräten und der Nachrichtenausgang den PC zuordnen. Erstmals findet in diesem Jahr eine zweite CeBIT statt. Vom 28. August bis zum 1. September treffen sich die Privat-Anwender in Hannover. Frank Bantle

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