ArchivDeutsches Ärzteblatt27/1997Unaids: Kampf gegen AIDS in Gefängnissen

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Unaids: Kampf gegen AIDS in Gefängnissen

afp

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LNSLNS GENF. Die UN-Organisation zur Bekämpfung von AIDS (Unaids) hat Maßnahmen zur Bekämpfung der Immunschwächekrankheit in Gefängnissen gefordert. Unaids-Experte Stuart Kingma sagte in Genf, die Ausbreitung von HIV-Infektionen in den Haftanstalten müsse durch die Verwendung sauberer Spritzen und die Abgabe von Kondomen eingedämmt werden. Die Zahl der HIV-Infizierten sei in Gefängnissen bis zu zehnmal höher als in der übrigen Bevölkerung. Grund dafür seien unter anderem der weitverbreitete Drogenkonsum und der ungeschützte Sexualkontakt unter den Häftlingen.
Eine Untersuchung in Gefängnissen im Südosten Frankreichs aus dem Jahr 1994 ergab laut Kingma, daß 12,7 Prozent der Häftlinge HIV-positiv waren. In den USA kamen 1995 auf tausend Gefangene 5,2 HIVInfektionen, sechsmal so viele wie in der übrigen Bevölkerung. Unaids will Ende des Jahres einen Bericht über die Lage in den europäischen Haftanstalten vorlegen. afp
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