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Das Interview mit dem neuen Ge­sund­heits­mi­nis­ter Dr. Philipp Rösler, abgedruckt im DÄ, zeigt auf beeindruckende Weise, wie vielseitig Ärzte sein können. Die Mutation eines Arztes zum geschmeidigen Gesundheitspolitiker schreitet hier bemerkenswert rasch und fließend fort. Die zentrale These des neuen Ministers unterscheidet sich nicht erkennbar von der seiner Vorgängerin: Es ist genug Geld da für alles und für alle. Auch seine Einstellung in der Diskussion über die Priorisierung, von unserem Präsidenten Prof. Hoppe epochal und verdienstvoll angestoßen, ist dieselbe. Neu ist die Begründung, denn er ist selbst Arzt: Unter dem Vorwand, er könne eine Priorisierung „mit seinen ethischen Vorstellungen als Arzt nicht in Einklang bringen“, wird weiterhin die tagtäglich stattfindende Rationierung auf dem Rücken und auf dem Gewissen der draußen tätigen Ärzte abgeladen, statt den dringend überfälligen gesellschaftlichen Konsens eben einer Priorisierung anzustreben. Dieser Konsens würde nämlich allen Beteiligten eine gerechte Verantwortung auferlegen, die offenbar gescheut wird. Wollen wir hoffen, dass die freundliche Hoffnung unseres Präsidenten auf einen langsamen Wandel zu einer besseren Gesundheitspolitik nicht von der raschen oben genannten Mutation überholt wird.
Prof. Dr. Bernd Rieck, 31134 Hildesheim
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