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Das ist ja köstlich: Minister und Kollege Philipp Rösler versteht das neue Abrechnungssystem mit RLV und extrabudgetären Leistungen nicht und ist damit nicht allein.

Er versteht aber auch uns Hausärzte nicht, wenn er sich gegen den § 73 b SGB V positioniert. Wir können mit dem Regelleistungsvolumen (Westfalen-Lippe ist Schlusslicht mit knapp 25 Euro) nicht die hausärztliche Rundumversorgung über drei volle Monate Tag und Nacht stemmen. Wir haben nun mal höhere Medikamentenbudgets, weil wir die der Fachärzte regelmäßig mit übernehmen müssen. Und wir machen die meist unbezahlten Hausbesuche, weil Fachkollegen sich für so etwas zum Teil schon sehr lange zu schade sind.

Apotheker bekommen ein (Schubladen-)Entnahmeentgelt von 8,20 Euro pro Packung selbst bei billigsten Generika. Bei drei Positionen auf einem Rezept wird auf der Einnahmenseite fast ein ganzes RLV verbucht, was bei uns für drei Monate laufende Ausgaben reichen soll. Und zugleich wird über zu hohe Arzneipreise lamentiert.

Der Clou ist allerdings, dass Herr Kollege als gelernter Augenarzt . . . nicht mal genau hinschauen mag. Sein Kopfpauschalenmodell in Anlehnung an die kapitalgedeckte private Kran­ken­ver­siche­rung mündet hier wie dort in steigenden altersbedingten Beiträgen, wie jede/r Kollegin/Kollege an seinen PKV-Prämien und an den Zusatzbeiträgen der gesetzlichen Krankenkassen unschwer erkennen kann.
Dr. med. Thomas Georg Schätzler,
44135 Dortmund
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