ArchivDeutsches Ärzteblatt11/2010Tarifrunde: Fachärzte benachteiligt
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Den Autor beglückwünsche ich zu dem Artikel und zu seiner analytischen Schärfe. Wie hier dargestellt, sanken nach Angabe des „Stern“ die Gehälter der Ärzte im Zeitraum von 1990 bis 2008 bis 50 Prozent. Eine Differenzierung zwischen Krankenhausärzten und Ärzten in freier Praxis wurde bei dieser Berechnung nicht angestellt.

Man muss wohl annehmen, dass die tarifgebundenen Klinikärzte keine Einbußen in diesen Jahren zu erleiden hatten, allenthalben inflationsbedingt.

Wer hat nun diese 50 Prozent Gehaltsverlust zu tragen, fragt man sich. Eigentlich ist die Antwort klar: die niedergelassenen Ärzte.

Und so ist es. Ich bin nun seit zehn Jahren niedergelassener Chirurg in Schwäbisch Gmünd, erlebte mehrere Gesundheitsreformen, allesamt waren dergestalt, dass ein Umsatzverlust für die Praxis resultierte. Ganz gravierend in den Jahren 2008 und 2009 mit Einführung des Gesundheitsfonds. Hier haben bekanntermaßen die Fachärzte in BadenWürttemberg, aber auch in anderen Bundesländern, massiv verloren. In meinem Fall ein Umsatzverlust von knapp 30 Prozent. Das müssen sie als Selbstständiger zunächst mal kompensieren können. Anfänglich gab es hierzulande Widerstände. Diese sind zwischenzeitlich abgeflaut. Grund: Die Kollegen haben sich eingerichtet. Mit was wohl? Mit dem verschärften Einsatz von IGeL-Leistungen, diese sind bekanntermaßen in großen Teilen mit einem großen Fragezeichen zu hinterlegen . . . Offensichtlich ist die Gesundheitspolitik in der Bundesrepublik Deutschland nicht mehr in der Lage, die Fachärzte leistungsgerecht zu vergüten.
Hubert R. Buchstaller, 73525 Schwäbisch Gmünd
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