ArchivDeutsches Ärzteblatt11/2010Online-Bewertungen: Ärzte reagieren gelassen

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Online-Bewertungen: Ärzte reagieren gelassen

Dtsch Arztebl 2010; 107(11): A-500 / B-438 / C-430

EB

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LNSLNS Viele niedergelassene Ärzte wissen nicht, ob sie auf Arztbewertungsportalen im Internet schon einmal bewertet wurden. Das hat die Stiftung Gesundheit in ihrer Studie „Ärzte im Zukunftsmarkt Gesundheit 2009“ ermittelt. Nur 22,7 Prozent der Ärzte gaben an, schon einmal bewertet worden zu sein. Jeder Zehnte verneinte dies. Die überwiegende Mehrheit, rund zwei Drittel, weiß nicht, ob sie schon einmal bewertet wurde. Die Aufregung um die Portale ist weitaus größer, als die Ärzte es selbst wahrnehmen. Dr. Peter Müller, Vorstand der Stiftung Gesundheit, kommentiert: „Die tatsächlich Betroffenen reagieren viel entspannter als die Organvertreter der ärztlichen Selbstverwaltung.“

Auch scheint die große Mehrheit der Ärzte in Bezug auf die Bewertungsportale ehrlich vorzugehen. Auf die Frage „Haben Sie schon mal Mitarbeiter oder Bekannte angeregt, ein paar positive Bewertungen für Sie abzugeben?“ antwortete niemand mit „Ja“, obwohl es sich um eine anonyme Studie handelt. Lediglich zwei Prozent sagten: „Ich stimme dem eher zu.“ 80 Prozent lehnten dies ab, die übrigen 18 Prozent antworteten „weder noch“.

Die Gesellschaft für Gesundheitsmarktanalyse führte die repräsentative Studie durch. Die Ergebnisse basieren auf den Antworten von 1 131 repräsentativ ausgewählten niedergelassenen Ärzten, Zahnärzten und Psychologischen Psychotherapeuten. EB
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