ArchivDeutsches Ärzteblatt11/2010Franz Rudolf Faber †: Einsatz für die ambulante Psychotherapie

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Franz Rudolf Faber †: Einsatz für die ambulante Psychotherapie

Dahm, Andreas

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Franz Rudolf Faber Foto: privat
Franz Rudolf Faber
Foto: privat
Dr. med. Franz Rudolf Faber aus Neuenkirchen-Vörden ist am 24. Februar im Alter von 90 Jahren -gestorben. Er hat die Etablierung der ambulanten psychotherapeutischen Versorgung in Deutschland maßgeblich vorangetrieben. Seit Inkrafttreten der ersten Psychotherapie-Richtlinien im Jahr 1967 engagierte er sich als sachverständiger Berater im damaligen Bundesausschuss der Ärzte und Krankenkassen. Darüber hinaus war er Mitautor des inzwischen in achter Auflage erschienenen Kommentars zu den Psychotherapie-Richtlinien. Als Gutachter beziehungsweise Obergutachter war Faber sowohl im Bereich der gesetzlichen Krankenkassen als auch der Beihilfe an der Ausgestaltung und Weiterentwicklung der Psychotherapie beteiligt.

Er war viele Jahre als Chefarzt der Clemens-August-Klinik (Fachklinik für Psychotherapie und Psychosomatische Medizin) im niedersächsischen Neuenkirchen-Vörden und auch als niedergelassener Vertragsarzt tätig. Weiterhin hat er die Belange der Psychotherapie in Gremien der Bundesärztekammer vertreten. Auf Anregung der Kassenärztlichen Bundesvereinigung wurde Faber 2006 für seinen außergewöhnlichen Einsatz mit dem Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet. Diese Ehrung erhielt er für seine Verdienste um die Installierung und Verbesserung der ambulanten psychotherapeutischen Versorgung in Deutschland. Dr. med. Andreas Dahm
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