ArchivDeutsches Ärzteblatt12/2010Krankenhäuser: Die Zukunft ist ambulant

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Krankenhäuser: Die Zukunft ist ambulant

Dtsch Arztebl 2010; 107(12): A-524 / B-460 / C-452

Flintrop, Jens

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Ge­sund­heits­mi­nis­ter Philipp Rösler (rechts) beim Frühjahrsempfang der DKG. Foto: DKG/axentis.de
Ge­sund­heits­mi­nis­ter Philipp Rösler (rechts) beim Frühjahrsempfang der DKG. Foto: DKG/axentis.de
„Bitte haben Sie keine Angst vor ambulanten Krankenhausleistungen“, appellierte Dr. Rudolf Kösters beim Frühjahrsempfang der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG) an Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter Philipp Rösler (FDP). Mit Sorge habe er registriert, sagte der DKG-Präsident in Berlin, dass die Bundesregierung die ambulante Erbringung hochspezialisierter Leistungen im Krankenhaus überprüfen wolle und zudem plane, die Beteiligung von Krankenhausträgern an einem Medizinischen Versorgungszentrum (MVZ) auf unter 50 Prozent zu begrenzen. Kösters: „Die Leistungserbringung nach § 116 b bietet große Vorteile für die Patienten, die MVZ sichern die Versorgung in ländlichen Gebieten.“ Einrichtungen der sektorenübergreifenden Versorgung hätten – ob von Ärzten oder Krankenhäusern gegründet – nichts mit Kapitalanlage zu tun.

Ein großes Problem für die Kliniken sei der Ärztemangel. Um dem entgegenzuwirken, müsse man die Ärzte von bürokratischen Tätigkeiten entlasten. Zudem gelte es, mehr Studienplätze zu schaffen.

Rösler ging nur bedingt auf die Argumente ein. Was die sektorenübergreifende Versorgung angehe, stehe er für einen fairen Wettbewerb zwischen Kliniken und Vertragsärzten. Die MVZ böten insbesondere Ärztinnen die Chance, in Teilzeit und ohne Investitionsrisiko tätig zu sein. Familienfreundliche Arbeitsplätze seien ein wichtiger Ansatz gegen den Ärztemangel. JF
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