ArchivDeutsches Ärzteblatt12/2010Till Spiro: Rückzug aus allen Ämtern

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Till Spiro: Rückzug aus allen Ämtern

Dtsch Arztebl 2010; 107(12): A-557 / B-485 / C-477

Maus, Josef

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Till Spiro Foto: KV Bremen
Till Spiro
Foto: KV Bremen
Der Schritt kam für alle überraschend, selbst für seine engsten Mitarbeiter: Dr. med. Till Spiro ist am 16. März als Vorstandsvorsitzender der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) Bremen und von allen weiteren Ämtern zurückgetreten.

Persönliche Gründe haben den Bremer Radiologen zum vollständigen Rückzug aus der ärztlichen Selbstverwaltung bewogen, eine Entscheidung, die die Ver­tre­ter­ver­samm­lung der KV Bremen mit großem Bedauern zur Kenntnis genommen hat. Deren Vorsitzender, Dr. med. Thomas Liebsch, sagte: „Mit Till Spiro geht ein Mann mit klaren und gradlinigen Positionen, der in den vergangenen acht Jahren unter Einsatz aller Kräfte die KV Bremen vorangebracht und die Interessen ihrer Mitglieder verteidigt hat. Das Verhältnis zwischen dem Vorstand und der Ver­tre­ter­ver­samm­lung war stets offen und vertrauensvoll. Der Rücktritt bedeutet einen herben Verlust.“ Unter Einsatz aller Kräfte: Diese Charakterisierung trifft Spiros Engagement sehr gut. Seit April 2002 war er zunächst ehrenamtlicher und ab 2005 hauptamtlicher Vorsitzender der KV Bremen. In all diesen Jahren trat Spiro bedingungslos für das KV-System und den Interessenausgleich unter den Ärzten ein. Ein Unterfangen, das zuletzt immer schwieriger wurde. Heftige Auseinandersetzungen mit dem Hausärzteverband über Kollektiv- und Selektivverträge und das Gerangel um Öffnung der Krankenhäuser für die ambulante Versorgung haben dem kultivierten Menschen Till Spiro offenbar arg zugesetzt. Sein vollständiger und radikaler Rückzug sollte zu denken geben. Josef Maus
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