ArchivDeutsches Ärzteblatt28-29/1997Deutscher Ärztetag: Sinnentstellend?

SPEKTRUM: Leserbriefe

Deutscher Ärztetag: Sinnentstellend?

Lünser, Wolfhard

Zu dem "Seite eins"-Beitrag "Besinnung auf das Notwendige" von Norbert Jachertz in Heft 23/1997
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LNSLNS Sie kommentieren die Rede von Bundespräsident Herzog und wollten aus den von ihm genannten Prinzipien zur Gesundheitsreform folgendes besonders hervorheben: "Eine Kran­ken­ver­siche­rung ist für das medizinisch Notwendige da, nicht für das sozialpolitisch Wünschenswerte." Das ist Ihnen nur unvollständig gelungen, heißt es doch nur: " . . . nicht für das sozial Wünschenswerte." So verkürzt ist die Wiedergabe sinnentstellend. Sozial Wünschenswertes hat durchaus engen Bezug zu medizinischen Notwendigkeiten, seine Umsetzung kann geradezu Krankheitskosten sparen helfen!
Wenn das Deutsche Ärzteblatt auf "Seite eins" an den Worten des Herrn Bundespräsidenten sparen will, dann vielleicht treffender so: "Eine Kran­ken­ver­siche­rung ist für das medizinisch Notwendige da, nicht für das . . . politisch Wünschenswerte." Damit würde der Gegensatz von qualitätsgesichertem medizinischem Standard als Krankenkassenleistung und systemsprengenden, politisch aufgedrückten Fremdleistungen mit der gebührenden Schärfe ausgedrückt, was einem Kommentar durchaus ziemt. Aber vielleicht war alles doch nur ein Versehen?
Dr. med. Wolfhard Lünser, Werler Straße 66, 59065 Hamm
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