ArchivDeutsches Ärzteblatt10/1996Cefadroxil: Effektive Therapie der Tonsillitis

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Cefadroxil: Effektive Therapie der Tonsillitis

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LNSLNS Da die Tonsillitis zu ernsten Komplikationen wie einem rheumatischen Fieber oder einer Glomerulonephritis führen kann, ist eine effektive Therapie unerläßlich. Zwar stehen Viren als Infektionsursache im Vordergrund, sehr oft wird die Tonsillitis aber auch durch Bakterien und hier vor allem durch A-Streptokokken bedingt. Mittel der Wahl ist dann das Penicillin, allerdings kommt es in rund 30 Prozent der Fälle zum Therapieversagen.

Gute enterale Verträglichkeit
Dies kann nach Dr. Heinz Grimm aus Weingarten mehrere Gründe haben: Mangelnde Compliance durch den für die Kinder unangenehmen Geschmack und die notwendige mehrmals tägliche Einnahme stehen oft einer wirkungsvollen Therapie entgegen. Außerdem enthält die Begleitflora im Rachen oft betalaktamasebildende Keime, die das Penicillin inaktivieren, schon ehe es den eigentlichen Infektionsherd erreicht. So entsteht laut Grimm der Eindruck einer Resistenz, obwohl die Streptokokken selbst gar nicht Penicillin-resistent sind. Es sollten deshalb frühzeitig Therapiealternativen erwogen werden, und hier bietet sich ein Makrolidantibiotikum oder ein orales Cefalosporin wie das Cefadroxil an, erklärte Grimm bei einer Pressekonferenz der Grünenthal GmbH. Letzteres hat den Vorteil, daß es sehr gut gegen grampositive Erreger wie Streptokokken und Staphylokokken wirkt, ohne jedoch gleichzeitig gramnegative Keime zu attackieren. Somit bleibt die Darmflora weitgehend unbeeinträchtigt, was die gute enterale Verträglichkeit erklärt. Nach neueren Erhebungen von Prof. Danika Milatovic aus München wird mit Cefadroxil außerdem eine Verkürzung des Behandlungszeitraums möglich, und zwar ohne Wirksamkeitseinbußen. Denn eine neue Vergleichsuntersuchung hat gezeigt, daß das orale Cefalosporin bei fünftägiger Behandlung der zehntägigen Penicillintherapie ebenbürtig ist. CV

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