ArchivDeutsches Ärzteblatt12/2010Pflege in der Familie: Einfacher steuerlich absetzbar

BERUF

Pflege in der Familie: Einfacher steuerlich absetzbar

Dtsch Arztebl 2010; 107(12): [89]

afp

Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...
LNSLNS Der Aufwand für Pflegebedürftige in Familien kann bei der Steuer einfacher geltend gemacht werden. Bis zu 20 Prozent dieser Kosten dürfen nun direkt von der Einkommensteuerschuld abgezogen werden. Darauf hat das Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter­ium hingewiesen. Demnach zählen Pflege und Betreuung ebenso zu den haushaltsnahen Dienstleistungen wie Hilfen im Haushalt etwa für Reinigungsarbeiten. Der Steuervorteil gelte für Gesamtkosten bis zu einer Höhe von 20 000 Euro, damit könnten maximal 4 000 Euro abgezogen werden.

Die neuen Verwaltungsvorschriften stellen klar, dass das durch die Pflegekassen ausgezahlte Pflegegeld nicht auf den Steuervorteil angerechnet wird, weil es nicht zweckgebunden für bestimmte Aufwendungen ausgezahlt wird. Dies gilt auch, wenn Angehörige für die Kosten aufkommen und das Pflegegeld an sie weitergeleitet wird. Damit können pflegebedürftige Menschen und ihre Familien, die sich für den Bezug von Pflegegeld entscheiden und gelegentlich zusätzlich einen Pflegedienst beauftragen, in vollem Umfang von der Steuervergünstigung profitieren.

Pflegebedürftige Menschen und ihre Familien werden auch von Nachweispflichten entlastet. Zur Inanspruchnahme des vollen Steuerabzugs muss das Vorliegen einer Pflegestufe nicht mehr nachgewiesen werden. afp
Anzeige

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

Fachgebiet

Zum Artikel

Anzeige

Alle Leserbriefe zum Thema