ArchivDeutsches Ärzteblatt13/2010Klaus Bittmann: Schluss mit der Langstrecke

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Klaus Bittmann: Schluss mit der Langstrecke

Dtsch Arztebl 2010; 107(13): A-611 / B-531 / C-523

Rieser, Sabine

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Klaus Bittmann Foto: NAV
Klaus Bittmann
Foto: NAV
„Alle Funktionäre lassen ihre Familien links liegen“, weiß Dr. med. Klaus Bittmann. Er war bis 22. März Vorsitzender des NAV-Virchow-Bundes und in dieser Funktion regelmäßig in Berlin im Einsatz. Nun ist Schluss: Weil er zu Hause im Norden gebraucht wird, hat er das Amt niedergelegt. Der 67-Jährige will sein Engagement auf die Ärztegenossenschaft Schleswig-Holstein und den Bundesverband der Ärztegenossenschaften beschränken.

Wer ihm zuhört, wenn er über die Herausforderungen und Chancen von Selektivverträgen und neuen Kooperationsformen spricht, spürt, dass ihm der Verzicht nicht leichtfällt. Die vielen Fahrten und Termine in der Hauptstadt fallen nun weg, was ihn erleichtert: Für solche Präsenz „muss man Langstreckenläufer sein – und irgendwann merkt man, dass man das nicht mehr ist“.

Es habe aber auch viel Spaß gemacht, neue Wege zu gehen, sagt Bittmann. Der Versuch, eine machtvolle „Allianz Deutscher Ärzteverbände“ zu schaffen, wie es ihm bei Amtsantritt im Jahr 2006 vorschwebte, ist gescheitert. Aber Genossenschaften und Netze kooperieren zum Beispiel enger als zuvor mit dem Medi-Verbund.

Bittmann ist davon überzeugt, dass seine beiden kommissarischen Nachfolger, Dr. med. Klaus Bogner und Stephan Kraft, ihre Sache gut machen werden. Ihn treibt eher die Sorge um, dass die Kollegen in den Praxen sich zu lange Zeit lassen: „Sie müssen neue Kooperationsformen finden. Wer im Gebüsch bleibt, verschläft die Zeit.“ Sabine Rieser
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