ArchivDeutsches Ärzteblatt13/2010Ärztliches Zentrum für Qualität in der Medizin: Nationale Leitlinie zum Kreuzschmerz

BEKANNTGABEN DER HERAUSGEBER: Kassenärztliche Bundesvereinigung - Bundes­ärzte­kammer

Ärztliches Zentrum für Qualität in der Medizin: Nationale Leitlinie zum Kreuzschmerz

Dtsch Arztebl 2010; 107(13): A-622 / B-542 / C-534

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LNSLNS Die Nationale VersorgungsLeitlinie (NVL) „Kreuzschmerz“ steht ab sofort zur öffentlichen Konsultation im Internet bereit.

Unter www.versorgungsleitlinien.de/themen/kreuzschmerz/index_html kann die NVL bis zum 16. Juni 2010 kritisch begutachtet werden. Kommentare und Änderungsvorschläge werden online unter www.versorgungsleitlinien.de/kontakt oder per E-Mail an nvl@azq.de entgegengenommen. Alle interessierten Personen aus Fachkreisen, Betroffenenorganisationen und Betroffene sind eingeladen, von dieser Möglichkeit Gebrauch zu machen. Die eingegangenen Kommentare werden nach Ablauf der Konsultationsfrist gesichtet. Die Autorengruppe entscheidet nach sorgfältiger Prüfung über deren Berücksichtigung.

Kreuzschmerzen sind ein häufiger Grund für Arztbesuche in Deutschland. Sie führen zu hohen direkten Kosten für Diagnostik und Therapie und zu hohen indirekten Kosten für Arbeitsunfähigkeit und Frühberentung. Es gibt eine große Anzahl von Therapieangeboten, von denen viele in den letzten Jahren gut untersucht worden sind: Aktuell liegen zahlreiche systematische Übersichtsarbeiten, randomisierte kontrollierte Studien sowie hochwertige Leitlinien vor. Dennoch besteht gerade bei der Versorgung von nichtspezifischem Kreuzschmerz Optimierungsbedarf: Die Versorgungseinrichtungen müssen besser vernetzt werden, damit die Behandlungssituation fach- und professionsübergreifend eingeschätzt und beurteilt wird. Die NVL Kreuzschmerz vereint evidenzbasierte Handlungsempfehlungen verschiedener deutscher und internationaler Leitlinien-Herausgeber zu allen wichtigen Aspekten der Versorgung. In die Erarbeitung der Leitlinie waren alle an der Versorgung Beteiligten aktiv eingebunden, um die besonderen Gegebenheiten des deutschen Gesundheitssystems angemessen zu berücksichtigen und die Anwendungsbereitschaft zu erhöhen.

Das Programm für Nationale VersorgungsLeitlinien steht unter der Trägerschaft von Bundes­ärzte­kammer, Kassenärztlicher Bundesvereinigung und der Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften. Mit der Durchführung ist das Ärztliche Zentrum für Qualität in der Medizin beauftragt worden. Zu ausgewählten Krankheitsbildern arbeiten Experten verschiedener Organisationen zusammen, um im Rahmen der strukturierten Versorgung chronisch kranker Menschen die angemessene Patientenversorgung darzustellen.
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