ArchivDeutsches Ärzteblatt13/2010Sachsen: Weniger festgestellte Behandlungsfehler

BERUF

Sachsen: Weniger festgestellte Behandlungsfehler

Hillienhof, Arne

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LNSLNS Die Gutachterstelle für Arzthaftungsfragen der Sächsischen Lan­des­ärz­te­kam­mer (SLÄK) hat ihren aktuellen Jahresbericht vorgelegt. Im Jahr 2009 wurden danach 257 Begutachtungen wegen eines vermuteten Behandlungsfehlers eingeleitet (2008: 206). Diesen stehen 48 tatsächlich festgestellte Behandlungsfehler gegenüber (2008: 64).

„Bei 14 761 berufstätigen Ärzten und mehr als 82 000 Behandlungsfällen pro Tag in Sachsen ist das ­eine glücklicherweise sehr niedrige Zahl“, betonte SLÄK-Präsident Prof. Dr. med. Jan Schulze. Auch die Rate der Schadensersatzforderungen liege mit 21,9 Prozent der abgeschlossenen Begutachtungsverfahren deutlich niedriger als im Vorjahr (28,9 Prozent). 46 Behandlungsfehler waren dem Jahresbericht zufolge Ursache für körper­liche Schäden.

Insgesamt 382 Anträge sind im letzten Jahr bei der Gutachterstelle eingegangen. Von den 257 eingeleiteten Begutachtungen entfielen 189 auf den stationären Sektor, elf auf Klinikambulanzen und 52 auf ambulante Praxen. Die sächsische Gutachterstelle bearbeitete bis Dezember 2009 alles in allem 219 ­Anträge. 114 davon betrafen die ­Fachrichtung Chirurgie, 31 die Innere Medizin, 36 die Orthopädie, acht die Allgemeinmedizin und 21 die Fachrichtung Gynäkologie/Geburtshilfe. Zwölf Anträge entfielen auf die Fachrichtungen Augenheilkunde und Kinderheilkunde sowie vier auf die Fachrichtung Haut- und Geschlechtskrankheiten und fünf auf die Fachrichtung Anästhesiologie. hil
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