ArchivDeutsches Ärzteblatt28-29/1997Wo Ecstasy im Gehirn angreift

POLITIK: Medizinreport

Wo Ecstasy im Gehirn angreift

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LNSLNS Da der gemeinsame Nenner verschiedener Halluzinogene vom Indolamintyp oder Phenalkylamintyp - wie 2,5-Dimethoxy-4-methylamphetamin (DOM), N,N-Dimethyltryptamin (DMT), 4-Bromo-2,4Dimethoxyphenylisopropylamin (DOB), Psilocybin und Lysergsäurediäthylamid (LSD) - im Agonismus an 5HT2(c)-Rezeptoren zu liegen scheint, wird die halluzinogene Wirkung von MDMA dem indirekten Agonismus an 5HT2(c)-Rezeptoren zugeschrieben. MDMA und MDE haben erst im mikromolaren Bereich (Ki>10 µM) eine direkte Affinität zu 5HT2(c)-Rezeptoren. Außerdem hemmt MDMA mit allerdings geringer Potenz (IC50 = 44 µmol/l) die Monoaminoxidase-A (MAOA). Schließlich hemmt MDMA, wenn auch schwach, die synaptische Wiederaufnahme von Dopamin und Noradrenalin. Einiges spricht dafür, daß gerade belohnende Wirkungen ("reward") wie unter MDMA einer erhöhten dopaminergen Aktivität zuzuschreiben sind, womit das Risiko einer Abhängigkeit verbunden ist.

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