ArchivDeutsches Ärzteblatt28-29/1997Private Kran­ken­ver­siche­rung: Grundprämie entscheidend

VARIA: Wirtschaft - Versicherungen

Private Kran­ken­ver­siche­rung: Grundprämie entscheidend

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LNSLNS Verschiedene Reaktionen aus dem Leserkreis des Deutschen Ärzteblattes lassen darauf schließen, daß privatversicherte Ärzte oft höhere Beitragsanpassungen zu verkraften haben als Nicht-Ärzte. Wenn ja, was sind die Ursachen?
Im allgemeinen sind die PKV-Tarife für Ärzte preiswerter als die der übrigen Versicherten. Namentlich in der Gruppenversicherung liegen die Beiträge zwischen 30 und 40 Prozent unter den Normaltarifen. Grund: Die Ärzte-Klientel ist eine günstige Risikogruppe. Nach wie vor gehen die privaten Kran­ken­ver­siche­rungen bei ihrer Kalkulation von berufspolitischen Gepflogenheiten aus - also zurückhaltende Liquidation bei der Kollegenbehandlung (honorarfrei beziehungsweise einfacher GOÄ-Satz) usw.
Niedrigere Beiträge führen aber bei Prämienerhöhungen zu größeren Sprüngen. Die Versicherer sprechen hier vom "Basiseffekt". Bei Anpassungen werden absolute Mehrbeiträge den Versicherten zugeordnet. Durch das niedrigere Ausgangsniveau führt damit derselbe DM-Beitrag bei der Anpassung zu einem höheren prozentualen Steigerungssatz. Das Beispiel (Tabelle) zeigt diesen Zusammenhang in anschaulicher Weise. Dieser Basiseffekt tritt im übrigen auch dann ein, wenn in der Vergangenheit Beitragserhöhungen durch Mittel aus der Rückstellung gemildert wurden. Dies bedeutet: Der Krankenschutz müßte eigentlich 450 DM im Monat kosten, ist aber durch den Firmeneinschuß auf 400 DM begrenzt worden. 30 DM Beitragserhöhung auf 450 DM wirkt sich prozentual anders aus als auf 400 DM.


Anpassung
PKV-Unternehmen, die in den letzten Jahren ihre Überschüsse zeitnah weitergegeben haben und die Prämienerhöhungen besonders für Ältere gedämpft haben, konnten relativ niedrige Tarifprämien halten. Aber genau diese Unternehmen stehen in der Kritik, wenn sie höhere Anpassungssätze als die Konkurrenz haben.
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