ArchivDeutsches Ärzteblatt30/1997Werbepost: Hochglanzpapiergeschädigt

SPEKTRUM: Leserbriefe

Werbepost: Hochglanzpapiergeschädigt

Thomas, Beate

Zu der Flut von Werbesendungen:
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LNSLNS Ich eröffnete meine psychotherapeutische Praxis vor einem Jahr. Seither erhalte ich werktäglich zwischen drei und sechs Werbezuschriften aus folgenden Branchen: Immobilienmakler, Kreditinstitute, Schmuck, Mode, Einrichtung, Lotterien. Meine ärztliche Tätigkeit betreffend: Berufskleidung, Medikamentenwerbung, Zeitschriften aller nur vorstellbaren ärztlichen Fachrichtungen, Werbung privater Kliniken, Werbung zur Praxiseinrichtung, zur Anschaffung von EKG-Geräten, Laboreinrichtung etc., zur papierenen Praxisorganisation, zu Computerprogrammen. Ich werde angeschrieben als Allgemeinärztin, Anästhesistin, Internistin, Zahnärztin. Bisher habe ich versucht, das Problem zu lösen: « Indem ich die Annahme der Werbebriefe mit der Aufschrift "zurück an Absender" verweigerte. Ergebnis: Die meisten Firmen werben munter weiter. Indem ich einzelne besonders schreibfreudige Firmen direkt anrief und bat, mich aus der Adressenliste zu streichen. Zum Teil bekam ich zu hören, ich solle versuchen, mit der Adressenagentur zu sprechen, man selbst habe mit Werbesendungen nichts zu tun, könne sie daher auch nicht einstellen. ­ Habe ich mich bei der Ärztekammer und der Kassenärztlichen Vereinigung vor Ort informiert, wie man vorgehen könnte. Auch dort konnte man mir nicht weiterhelfen.
Fazit aller meiner Versuche: die Anzahl der täglichen Sendungen nimmt nicht ab, sondern eher zu. Meine Telefonrechnung verhält sich bei dem Versuch, dies zu ändern, gegenläufig. Es finden anscheinend immer wieder neue interessierte Firmen meine Adresse, dichten mir eine Fachrichtung entsprechend des zu bewerbenden Fachgebiets an und mißbrauchen meine so geklaute Adresse zu ihren Zwecken.
Ob es vielleicht eine Selbsthilfegruppe für Hochglanzpapiergeschädigte gibt?
Dr. med. Beate Thomas, Bühler Straße 18, 69126 Heidelberg
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