ArchivDeutsches Ärzteblatt31-32/1997Noch großer Bedarf an Betriebsärzten

POLITIK: Aktuell

Noch großer Bedarf an Betriebsärzten

Maas, Hans-Jürgen

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LNSLNS Insgesamt 12 470 Ärztinnen und Ärzte hatten zum 31. Dezember 1996 eine betriebsärztliche Qualifikation. Im Vergleich zur Vorjahres-Statistik der Bundes­ärzte­kammer hat sich damit die Zahl der Ärzte mit arbeitsmedizinischer Fachkunde um 3,6 Prozent erhöht. Die Tabelle enthält die Zahl der Ärzte mit den nach § 4 Arbeitssicherheitsgesetz in Verbindung mit § 3 Unfallverhütungsvorschrift "Betriebsärzte" vorgegebenen betriebsärztlichen Qualifikationen.
Weniger Ärzte nach Übergangsregelungen
Gegliedert nach Ärztekammer-Bereichen sowie zusammengefaßt auf Bundesebene wird somit nicht nur die Zahl der Ärzte ausgewiesen, die nach abgeschlossener Weiterbildung die Gebietsbezeichnung "Arbeitsmedizin" oder die Zusatzbezeichnung "Betriebsmedizin" zu führen berechtigt sind, sondern auch die Zahl derjenigen Ärzte, die nach Erfüllung der Voraussetzungen der Übergangsregelung des § 3 Abs. 4 Nr. 1 und 2 a) sowie Nr. 1 und 2 b) Unfallverhütungsvorschriften "Betriebsärzte" weiterhin über die arbeitsmedizinische Fachkunde verfügen. Die Zahl der so qualifizierten Ärzte nimmt allerdings entsprechend der Konstruktion dieser Vorschriften als Übergangsregelung seit 1988 ständig ab. Tropfen auf den heißen Stein
Darüber hinaus ausgewiesen ist die Zahl derjenigen Ärzte, die die nach § 3 Abs. 3 Unfallverhütungsvorschrift "Betriebsärzte" erforderlichen Voraussetzungen erfüllen, um im Rahmen einer zweijährigen selbständigen betriebsärztlichen Tätigkeit in einem "geeigneten Betrieb" die Zusatzbezeichnung "Betriebsmedizin" erwerben zu können. Im Hinblick auf die erforderliche betriebsärztliche Betreuung nunmehr auch von Klein- und Kleinstbetrieben ist der im Jahr 1996 zu verzeichnende Zuwachs jedoch nur ein "Tropfen auf den heißen Stein". Auch in den kommenden Jahren wird hierfür noch ein erheblicher Bedarf an Betriebsärzten bestehen.


Dr. Hans-Jürgen Maas,
Bundes­ärzte­kammer, Köln

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