VARIA: Personalien

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Dtsch Arztebl 1997; 94(31-32): A-2084 / B-1766 / C-1662

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LNSLNS Prof. Dr. med. Dr. phil. Hans-Joachim Haase, Facharzt für Psychiatrie und Neurologie, seit 1988 in einer nervenärztlichen Gemeinschaftspraxis in Grevenbroich/ Rheinland tätig, von 1973 bis Ende 1988 (seiner Pensionierung) Ärztlicher Direktor und Leiter der Pfalzklinik Landeck in Klingenmünster/Südpfalz, wurde am 12. Juli 75 Jahre alt.
Hans-Joachim Haase, in Berlin geboren, nahm nach seiner Weiterbildung zum Facharzt für Psychiatrie und Neurologie an der Universitätsklinik in Bonn seine berufliche und wissenschaftliche Arbeit 1953 als Assistenzarzt an der Nervenheilanstalt in Oberwil/Zug auf. 1956 wechselte er als wissenschaftlicher Assistent an die Psychiatrische Klinik der Medizinischen Akademie in Düsseldorf, wo er sich 1958 im Fach Psychiatrie und Neurologie habilitierte. 1959 kam er an das Psychiatrische Delaware-State-Hospital in den USA, ehe er 1961 seine Tätigkeit am Rheinischen Landeskrankenhaus in Düsseldorf aufnahm, zu dessen stellvertretendem Leiter er später ernannt wurde. Danach bildete er sich berufsbegleitend zum psychoanalytischen Psychotherapeuten in Köln weiter. 1973, inzwischen zum Wissenschaftlichen Rat und Professor ernannt, übernahm er die Leitung der psychiatrischen Pfalzklinik Landeck in Klingenmünster/
Weinstraße (1100 Betten). Intensiv beschäftigte sich Professor Haase mit der Optimierung der medikamentösen Behandlung schizophren Erkrankter. Bereits in den 50er Jahren hat er ein Verfahren entwickelt, um die "Neuroleptische Schwelle" zu messen. Breite internationale Anerkennung findet der "Haase-Schwellen-Test" (HST) auch in zahlreichen wissenschaftlichen Arbeiten. Professor Haase ist in Anerkennung seiner Verdienste um die Wissenschaft und seines Einsatzes für eine bürgernahe Psychiatrie 1982 mit dem Bundesverdienstkreuz am Bande, 1987 mit dem Verdienstorden des Landes Rheinland-Pfalz ausgezeichnet worden.

Prof. Dr. med. Werner Schwab, emeritierter Professor für Oto-Rhino-Laryngologie an der Technischen Universität München und ehemaliger Direktor der HNO-Klinik und Poliklinik am Klinikum rechts der Isar (1979 bis Ende 1991), wurde am 23. Juli 75 Jahre alt. Schwab begann seine berufliche und wissenschaftliche Karriere nach Promotion (1947) und Habilitation (1954) 1959 als außerplanmäßiger Professor an der Universität Heidelberg. Professor Schwab entstammt der Heidelberger Schule (W. Doerr, A. Seiffert, W. Kindler). Er hat sich in zahlreichen wissenschaftlichen und berufsorientierten Fachgesellschaften engagiert, so war er unter anderem von 1974 bis 1992 Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Klinische Onkologie der Deutschen Gesellschaft für HNO-Heilkunde, Kopf- und Halschirurgie. Von 1981 bis 1990 war Schwab Sprecher der Arbeitsgemeinschaft HNO-Heilkunde in der Deutschen Krebsgesellschaft e.V. In der Sachverständigenkommission beim Institut für Medizinische und Pharmazeutische Prüfungsfragen in Mainz wirkte er von 1973 bis 1996 als Experte mit. Im Berufsverband der HNO-Ärzte hat sich Professor Schwab Verdienste um die ärztliche Fortbildung erworben; so führte er Kurse in Ultraschall, experimenteller und klinischer Oto-Neurologie, in plastischer Chirurgie, Allergologie und Operationskurse durch. Mehr als 300 wissenschaftliche Publikationen, Buchbeiträge, zahlreiche Monographien und Kongreßreferate zeugen vom reichen Schaffen und der großen klinischen Erfahrung des Wissenschaftlers und akademischen Lehrers Professor Schwab. Er ist mit der Ernst-vonBergmann-Plakette der Bundes­ärzte­kammer in Anerkennung seiner Verdienste um die ärztliche Fortbildung ausgezeichnet worden. Er ist Träger des Bundesverdienstkreuzes (1988), der Ehrennadel der Technischen Universität München (1990) und der Verdienstmedaille in Gold der Deutschen Gesellschaft für HNO-Heilkunde, Kopf-Hals-Chirurgie e.V. (1991).


Prof. Dr. med. Hans Joachim Eggers, ehemaliger ordentlicher Professor und langjähriger ehemaliger Direktor des Instituts für Virologie an der Medizinischen Fakultät der Universität zu Köln, wurde am 26. Juli 70 Jahre alt. Professor Eggers zählt zu den herausragenden, auch international bekannt gewordenen, Vertretern seines Faches.
Hans Joachim Eggers, in Baumholder geboren, begann seine berufliche und wissenschaftliche Karriere zunächst als Assistenzprofessor am Rockefeller Institute in New York (1961); dann wurde er zum Abteilungsleiter am Max-Planck-Institut für Virusforschung berufen (1965), ehe er 1966 zum ordentlichen Professor an der Universität Gießen ernannt wurde. 1972 nahm er einen Ruf auf einen Lehrstuhl an der Universität zu Köln an; er wurde zugleich zum Institutsdirektor berufen. Nach seiner Emeritierung wurde er zum kommissarischen Direktor des von ihm aufgebauten und geleiteten Instituts bestellt. Eggers ist unter anderem Mitglied der Göttinger "Akademie der Wissenschaften"; darüber hinaus gehört er der Akademie Gemeinnütziger Wissenschaften zu Erfurt als Mitglied an. Zu den Schwerpunkten der Arbeit Eggers’ zählen die Chemotherapie von Viruserkrankungen, darunter AIDS und Kinderlähmung, sowie insbesondere auch die Erforschung der Bedeutung von Papilloma-Viren bei der Entstehung von Krebs. Professor Eggers hat sich auch für die ärztliche Fortbildung engagiert; er war Referent beim Internationalen Fortbildungskongreß der Bundes­ärzte­kammer und der Österreichischen Ärztekammer in Davos.

Dr. med. Jobst von Wehren, Nervenarzt aus Höxter, vollendete am 3. August sein 90. Lebensjahr. Von Wehren, in Rauxel geboren, legte sein medizinisches Staatsexamen 1936 in Göttingen ab. Zum Arzt wurde er 1937 bestallt, im gleichen Jahr wurde er zum Dr. med. an der Universität Göttingen promoviert. Die Medizinalpraktikantenzeit verbrachte er 1936/37 in Göttingen, ehe er als Volontärarzt am Gerichtsärztlichen Institut der Universität Hamburg tätig wurde. Von 1937 bis 1938 war er Assistenzarzt am Gesundheitsamt Hamburg, von 1938 bis Mitte 1941 Hilfsarzt und anschließend beamteter Oberarzt und Medizinalrat an der Landes-Heil- und Pflegeanstalt Wunstorf. Danach war er wissenschaftlicher Assistent und Vorlesungsassistent an der Psychiatrischen und Nervenklinik in Halle (Saale). Nach dem Zweiten Weltkrieg ließ er sich als Nervenfacharzt in einer Kassenarztpraxis in Höxter nieder. 1967 wurde er Gründer und Sprecher der "Ärztlichen Interessengemeinschaft gegen radioaktive Verseuchung im Oberwesergebiet", zugleich Gründer und Mitglied der "Bürgerinitiative Weserbergland im Weltbund zum Schutze des Lebens". EB


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