ArchivDeutsches Ärzteblatt14/2010Klinikalltag: Der Frust
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Beim Lesen dieses Artikels habe ich ganz deutlich den unerträglichen Frust gespürt, der aus den Zeilen der Kollegin Dumitrescu spricht. So wie mir wird es nahezu jedem vom deutschen Krankenhausalltag gebeutelten Assistenzarzt beim Lesen der Zeilen gegangen sein. Das Traurige ist, dass es nicht die Verantwortung, Nacht- und Wochenenddienste, Überstunden und Druck sind, die ihnen das berufliche Leben schwermachen. Vielmehr sind es die unsäglichen Bürokratismen, nicht selten kollegialitätsschädlichen Hierarchien und das ständig über dem Assistenten schwebende Damoklesschwert, in Ungnade bei Schwestern und Pflegern zu fallen, die schon viele hochmotivierte Absolventen medizinischer Fakultäten, die voller Idealismus in den ärztlichen Beruf starteten, bitter enttäuscht haben. Und „viele, viele“ ziehen die Konsequenzen, indem sie ins Ausland abwandern oder alternative Berufsfelder ergreifen. Wie viel fachliche Kompetenz, Empathie und vor allem Hinwendung zum Patienten gehen unseren Kliniken hierdurch verloren? Besser ist, man denkt hierüber nicht allzu lange nach . . .
Dr. med. Thomas Weber,
77749 Hohberg-Niederschopfheim

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