ArchivDeutsches Ärzteblatt14/2010Charcot-Fuss: Aufklärend
Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...
LNSLNS
Im selektionierten Patientengut unseres diabetischen Fußzentrums liegt die Inzidenz der Charcot’schen Überlastungspodopathie inzwischen bei 8,3 Prozent (versus normal bis ein Prozent bei PNP). Die Zunahme an (früherer) Diagnostik ist umfangreichen Fortbildungsaktivitäten und steter Hotline-Präsenz, aber auch aufklärenden Artikeln, wie dem der Kollegen Poll und Chantelau, zu verdanken. Langfristig bessere Ergebnisse sehen wir intern-evaluiert entweder bei Gehstützen-/Rollstuhlentlastung (Voraussetzungen: adäquate Wohnung, intensive Schulung), bei jüngeren Berufstätigen mittels komplett entlastenden und engmaschig kontrollierten 2-Schalen-Orthesen (pedale Hyperkeratosen?), die aber eine entsprechende Compliance aller (Patient, Partner, Ärzte, Orthopädietechniker) erfordern! Der Unterschenkelgeh(verhinderungs)gips birgt nach unseren Zahlen bei jedem Zehnten die Gefahr von zu spät bemerkten Druckulcera und konsekutiver Progredienz der DNOAP, wenn die mechanische Überlastung nicht ausreichend eingeschränkt ist.
Dr. Gerhard Herzog, Krankenhaus der Barmherzigen Brüder Regensburg, 93049 Regensburg
Anzeige

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

Fachgebiet

Zum Artikel

Anzeige

Alle Leserbriefe zum Thema