ArchivDeutsches Ärzteblatt14/2010Healthcare IT: Wissen und Prozesse managen

TECHNIK

Healthcare IT: Wissen und Prozesse managen

Dtsch Arztebl 2010; 107(14): A-667 / B-583 / C-575

Krüger-Brand, Heike E.

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LNSLNS Als Mischung aus Kongress, Messe und Akademie bietet die „conhIT“ Ärzten eine gute Gelegenheit, sich über Innovationen der Branche gezielt zu informieren.

Zunehmend sind Arztpraxen, Krankenhäuser und andere medizinische Einrichtungen darauf angewiesen, eine Vielzahl von Daten und Informationen elektronisch zu erfassen, weiterzuverarbeiten und zu speichern – und das möglichst effizient und wirtschaftlich. „Die Medizin muss mehr Informationen technisch verarbeiten. Wissensmanagement wird immer wichtiger“, erklärte Bernhard Calmer von Siemens Healthcare, und stellvertretender Vorsitzender des Verbands der IT-Hersteller im Gesundheitswesen (VHitG), im Vorfeld der IT-Kongressmesse conhIT (www.conhit.de). Für die IT-Branche seien zudem die Zeiten vorbei, in denen sie nur IT geliefert habe. „Wir müssen den Kunden Organisationslösungen anbieten“, meinte Calmer.

Im Neuheitenreport auf der conhIT-Website www.conhit.de findet man einen alphabetisch sortierten Überblick über neue Lösungen und Ausstellungsschwerpunkte.
Im Neuheitenreport auf der conhIT-Website www.conhit.de findet man einen alphabetisch sortierten Überblick über neue Lösungen und Ausstellungsschwerpunkte.
Bereits zum dritten Mal richtet der Verband gemeinsam mit der Messe Berlin den „Branchentreff für Healthcare-IT“ aus – in diesem Jahr unter der Schirmherrschaft von Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter Philipp Rösler. Vom 20. bis 22. April können sich Ärzte und andere Berufsgruppen im Gesundheitswesen auf dem Berliner Messegelände über aktuelle Entwicklungen der Gesundheitstelematik, etwa im Wissensmanagement, informieren. An der Industriemesse beteiligen sich 200 Aussteller, darunter große Unternehmen wie Agfa Healthcare, SAP, Isoft, Tieto, Siemens Healthcare, Cisco, Nexus und 3M. Firmenübergreifende Stände gibt es unter anderem von Berlin, Hamburg und Brandenburg.

Zusätzlich zur Ausstellung findet an den drei Tagen jeweils vormittags ein Kongress statt, den die Ärztekammer Berlin mit drei Punkten je Tag für die ärztliche Fortbildung zertifiziert hat. Er befasst sich hauptsächlich mit den Themen Tele­ma­tik­infra­struk­tur, rechtssichere Archivierung, IT-gestützte Kooperation, Konvergenz von Medizintechnik und IT sowie Telemedizin.

In diesem Jahr kooperiert die conhIT zudem erstmals mit dem Deutschen Chirurgenkongress (Kasten), der zeitgleich auf dem Messegelände stattfindet. Insbesondere an zwei Tagen haben Besucher die Möglichkeit, zwischen beiden Veranstaltungsorten mittels Shuttlebus zu pendeln: Am 21. April gibt es eine gemeinsame Session auf dem Chirurgenkongress zum Thema „Patientensicherheit durch IT“, und am 22. April wird auf der conhIT unter dem Titel „Intuitive Tumordokumentation – damit die Dokumentation nicht zum Tumor wird“ über den Einsatz von IT bei der Krebsbehandlung berichtet. Die Tickets von conhIT und dem Chirurgenkongress sind für beide Veranstaltungen gültig.

Dritte Komponente der Veranstaltung ist die Akademie. Sie bietet drei mehrstündige Intensivseminare zu den Themen „rechtliche Fallen bei IT-Projekten“, „Risikomanagement bei medizinischen IT-Systemen“ und „Usability Engineering“ an. Akademietickets müssen zusätzlich zur conhIT-Eintrittskarte erworben werden.

Im Rahmen thematischer Führungen können sich die Besucher über den Bereich Dokumentenmanagement und digitale Archive informieren. Hierzu hat eine Arbeitsgruppe des VHitG einen Innovationsreport erstellt, der kostenfrei unter www.vhitg.de abrufbar ist.
Heike E. Krüger-Brand


Kooperation mit Chirurgen
In diesem Jahr tagen die Chirurgen gleichzeitig mit dem IT-Kongress für den Gesundheitsmarkt „conhIT“: Der 127. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie findet vom 20. bis 23. April im ICC Berlin statt. Erwartet werden circa 5 000 Kongressbesucher aus allen Teilfächern der Chirurgie, die sich über neue Erkenntnisse und Techniken informieren und austauschen wollen. Zentrale Themen: fächerübergreifende Schnittstellen, funktionierende Kommunikation und Patientensicherheit.

Informationen und Registrierung online unter www.chirurgie2010.de.
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