ArchivDeutsches Ärzteblatt33/1997Verdachtsfälle von Diabetes mellitus: bei Proteasehemmern

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Verdachtsfälle von Diabetes mellitus: bei Proteasehemmern

Zylka-Menhorn, Vera

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LNSLNS Bei der Behandlung von HIV-Infizierten mit Proteasehemmern kann es zu Hyperglykämie, Diabetes mellitus beziehungsweise zur Verschlechterung eines Diabetes mellitus kommen. Entsprechende Berichte wurden in mehr als hundert Fällen bei der Therapie mit allen verfügbaren Proteasehemmern gemeldet, wie die Pharmafirmen Abbott, MSD und Roche gemeinsam erklären. Hierbei handelt es sich um die Wirkstoffe Indinavir (Crixivan®), Ritonavir (Norvir®), Saquinavir (Invirase®) sowie Nelfinavir (in der EU noch nicht zugelassen).
Hyperglykämische Situationen traten im Mittel 80 Tage nach Beginn der Behandlung mit Proteasehemmern auf, in einigen Fällen wurden sie jedoch schon nach vier Tagen beobachtet. Ungefähr 50 Prozent dieser Patienten mußten die antiretrovirale Therapie beenden. Die Ärzteschaft wird gebeten, ähnliche Beobachtungen zu dokumentieren und den pharmazeutischen Herstellern, dem Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte in Berlin oder der Arznei­mittel­kommission der deutschen Ärzteschaft in Köln zu melden. zyl
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