ArchivDÄ-TitelSupplement: PRAXiSPRAXiS 2/2010Internet-Studie: Viele digitale Außenseiter

Supplement: PRAXiS

Internet-Studie: Viele digitale Außenseiter

Dtsch Arztebl 2010; 107(15): [11]

Krüger-Brand, Heike E.

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LNSLNS Knapp 70 Prozent der Deutschen sind zwar online, aber nur für 26 Prozent der Bevölkerung gehören die digitalen Medien zu ihrem Alltag. Eine große Mehrheit partizipiert hingegen nicht oder nur sehr eingeschränkt an den Möglichkeiten der digitalen Techniken. Das ist das Ergebnis der Studie „Digitale Gesellschaft in Deutschland – Sechs Nutzertypen im Vergleich“ der Initiative D21, für die TNS Infratest 1 014 Personen befragt hat (www.digitale-gesellschaft.info).

Nach der Typologie zählen 35 Prozent der Bevölkerung zu den „digitalen Außenseitern“ und 30 Prozent zu den „Gelegenheitsnutzern“. Die digitalen Außenseiter bilden die größte und mit einem Durchschnittsalter von 62,4 Jahren die älteste Gruppe. Im Vergleich zu den anderen Typen der Studie haben sie die geringste digitale Kompetenz und die negativste Einstellung gegenüber digitalen Themen. Nur ein Viertel verfügt über Computer und Drucker. Die Gelegenheitsnutzer (Durchschnittsalter 41,9 Jahre) nehmen zumindest teilweise am Geschehen in der digitalen Gesellschaft teil. 98 Prozent besitzen einen PC oder ein Notebook, drei Viertel eine Digitalkamera. Sie nutzen Computer und Internet überwiegend für private Zwecke, haben aber vor allem beim Thema Sicherheit großen Nachholbedarf.

Der „Berufsnutzer“ (neun Prozent) ist durchschnittlich 42,2 Jahre alt. Im Vergleich zu den Gelegenheitsnutzern hat er eine deutlich bessere digitale Infrastruktur am Arbeitsplatz und nutzt dort überdurchschnittlich das Internet. Dagegen liegt die private Nutzung sogar leicht unter dem Niveau der Gelegenheitsnutzer.

Die Gruppe der „Trendnutzer“ (elf Prozent) hat sowohl den höchsten Männer- (78 Prozent) als auch Schüleranteil (13 Prozent). Das Durchschnittsalter dieser Gruppe ist mit 35,9 Jahren relativ jung. Sie verfügt häufig über die ganze Palette an digitalen Geräten und kennt sich gut in der digitalen Welt aus.

Der „digitale Profi“ (zwölf Prozent) ist 36,1 Jahre alt, meist männlich und berufstätig. Er verfügt sowohl zu Hause als auch im Büro über eine sehr gute digitale Infrastruktur. Sein Know-how ist laut Studie umfangreich: Ob Makroprogrammierung oder Tabellenkalkulation, er beherrscht auch komplexe IT-Gebiete.

Die „digitale Avantgarde“ schließlich ist die jüngste (Durchschnittsalter 30,5 Jahre) und mit drei Prozent auch die kleinste Gruppe. Ihre digitale Infrastruktur ist üppig, und sie bildet bei den digitalen Themen die Spitze der Gesellschaft. Durchschnittlich elf Stunden verbringen die Mitglieder täglich vor dem PC, sowohl im Beruf als auch in ihrer Freizeit. KBr
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