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ArchivDeutsches Ärzteblatt PP4/2010Welt­gesund­heits­organi­sation: Kampf gegen umweltbedingte Krankheiten

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Welt­gesund­heits­organi­sation: Kampf gegen umweltbedingte Krankheiten

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LNSLNS Die europäischen Mitgliedsländer der Welt­gesund­heits­organi­sation (WHO) wollen in den nächsten zehn Jahren die umweltbedingten Gefahren für die Gesundheit reduzieren. Die Regierungsvertreter aus 53 Staaten vereinbarten auf der Ministerkonferenz Umwelt und Gesundheit im italienischen Parma, entsprechende nationale Programme aufzulegen, wie das WHO-Regionalbüro für Europa mitteilte.

Sie sollen unter anderem dafür sorgen, dass bis 2020 alle Kinder gleiche Chancen auf gesunde Ernährung, saubere Luft, eine von Chemikalien freie Umwelt und eine sichere Wasserversorgung und Abwasserentsorgung bekommen. Deutschland wurde bei dem Treffen von Staatssekretärin Annette Widmann-Mauz (CDU) vertreten.

Bei der Hitzewelle 2003 starben in Deutschland rund 7 000 Menschen. Foto: ddp
Bei der Hitzewelle 2003 starben in Deutschland rund 7 000 Menschen. Foto: ddp
Die Regierungsvertreter sicherten in der Erklärung zu, die gesundheitsschädlichen Folgen des Klimawandels in Angriff zu nehmen. Sie kündigten außerdem an, bei Klimaschutzmaßnahmen die Gesundheitsthematik stärker einzubeziehen. So sollen unter anderem die Frühwarnund Notfallsysteme für extreme Wetterereignisse und Krankheiten gestärkt werden.

Die Delegierten machten zugleich darauf aufmerksam, dass der Gesundheitssektor in allen Ländern ein Bereich mit einem sehr hohen Energieverbrauch sei. Durch eine Reduktion von Treibhausgasen könne man hier aber eine Vorbildfunktion übernehmen. Die Konferenz in Parma war den Angaben zufolge CO2-neutral. Es seien nur umweltfreundliche Materialien und Produkte verwendet worden. afp
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