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. . . Es ist schlicht unwahr zu behaupten – wie es die ideologisch verblendete Ulla Schmidt in ihrem Amt als Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­terin nicht müde wurde zu tun –, dass sich die privat krankenversicherten Bürgerinnen und Bürger respektive Patientinnen und Patienten nicht am Solidarsystem beteiligen würden: Dass ein und dieselbe ärztliche beziehungsweise sonstige medizinische Leistung im Rahmen der GOÄ-Honorierung um ein Mehrfaches höher bezahlt wird als im GKV-System – und dies praktisch für sämtliche Leistungen gilt – bedeutet eine milliardenschwere Quersubventionierung des GKV-Systems durch die PKVen und somit deren Beitragszahler! Viele Arztpraxen müssten „dichtmachen“, würden die „Privatpatienten“ nicht das zum wirtschaftlichen Überleben erforderliche Honorar als Ausgleich für die nicht kostendeckenden Einnahmen aus der GKV in die Praxen spülen. Und in den Krankenhäusern sieht es ganz ähnlich aus. Nicht einmal zehn Prozent der Patienten, nämlich die sogenannten Privatpatienten, stellen ca. 25 bis 30 Prozent der Krankenhauseinnahmen in Deutschland bereit, subventionieren also die (Mit-)Versorgung der GKV-Patienten auch im stationären Bereich!

Und dass die Erbringer medizinischer Leistungen die infolge staatlicher regulatorischer Eingriffe in das GKV-System wegbrechenden Einnahmen – bei gleichbleibenden beziehungsweise sogar steigenden Leistungen! – durch eine Steigerung des Umsatzes im PKV-System auszugleichen versuchen, kann den privaten Kran­ken­ver­siche­rungsunternehmen nun wirklich nicht zur Last gelegt und die daraus resultierenden Beitragssteigerungen auch nicht als deren „Systemschwäche“ interpretiert werden!

Die Beitragszahler der PKVen sind die wahren „Melkkühe“ im deutschen Gesundheitssystem – freilich neben den Leistungserbringern daselbst, die seit mehreren Jahren dazu gezwungen werden, mehr und mehr zu leisten für das gleiche oder sogar weniger Geld, weil seitens der Politik aus populistischen Gründen das Generalversprechen einer „Rundum-Sorglos-Versorgung“ bei weitgehend gleichbleibendem Mitteleinsatz – aber steigender Inanspruchnahme infolge demografischer, Morbiditäts-, medizinisch-wissenschaftlicher, technischer und pharmazeutischer Entwicklung – aufrechterhalten wird . . .
Dr. med. Stefan Schröter, 47447 Moers
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