ArchivDeutsches Ärzteblatt34-35/1997Adipositas: Pseudo-Euphorien

SPEKTRUM: Leserbriefe

Adipositas: Pseudo-Euphorien

Markert, Dieter

Zu dem Akut-Beitrag "Adipositas und Peptidhormon Leptin: Die Forschung läuft auf Hochtouren" von Dr. Renate Leinmüller in Heft 28-29/1997:
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LNSLNS Wenn amerikanische Forscher jeden noch so flauen wissenschaftlichen Ansatz spekulativ als Quasi-
Durchbruch hochjazzen, so ist das deshalb verständlich, weil sie innerhalb eines Systems arbeiten (Risikokapitalgeber, enge Kooperation von Industrie und Forschung), wo dringendst Ergebnisse erwartet werden. Außerdem bewegen diese permanent aus Amerika kommenden Pseudo-Euphorien kräftig die Aktienkurse nach oben. So what.
Wir in Deutschland sollten da einen kritisch-distanzierteren Standpunkt einnehmen. So wenig wie ein Instrument das Orchester ausmacht und erst Dirigent und gesamter Klangkörper die Symphonie mit Leben füllen, so orchestriert eine Vielzahl von Genen, wobei das ob-Gen auf dem Chromosom Nummer sechs im zentralen Mittelpunkt steht, den gesamten Metabolismus. Das Leptin spielt hierbei nur eine untergeordnete Rolle. Das Symptom Hunger mit einem Hormonantagonisten blokkieren zu wollen ist ja wohl der krasseste "Fehlschuß", respektive Falschansatz seit langem! . . .
Dr. med. Dieter Markert, Praxis Schmerzklinik am Holzhausenpark, Cronstettenstraße 74, 60322 Frankfurt/Main
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