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LNSLNS Das von uns eingesetzte Verfahren zur Kryokonservierung lebender Zellen ist ein weltweit etabliertes, bewährtes und funktionierendes Verfahren, welches den arzneimittelrechtlichen Bestimmungen entspricht und von den Aufsichtsbehörden genehmigt wurde.

Aufgrund unser langjährigen Erfahrungen in der Anzucht und Kultivierung unrestringierter, nichthämatopoetischer Stammzellen aus Nabelschnurblut (USSC) gehen wir nicht davon aus, dass eine Variation der Einfrierparameter die Generierungsfrequenz der USSC aus eingefrorenem Material erhöhen würde, denn es hat sich herausgestellt, dass die nichthämatopoetischen Stammzellen schon im frischen Material nur in einer Frequenz von einer bis elf Kolonien vorliegen (1).

Diese Tatsache stellt das eigentliche Problem dar, und sie ist der Grund dafür, dass die Generierung der USSC nur aus circa 30 Prozent des frischen Nabelschnurblutes erfolgreich verläuft. Eine Änderung des Kryokonservierungsverfahrens würde am Verlust der Zellen nichts ändern und sie ist aus arzneimittelrechtlichen Gründen nicht ohne weiteres möglich.

Langfristig wäre es wissenschaftlich als sehr positiv anzusehen, Verfahren zu entwickeln, die generell einen Verlust von hämatopoietischen, aber auch nichthämatopoietischen Zellen weiter minimieren und die dem jetzigen etablierten Verfahren überlegen sind.
DOI: 10.3238/arztebl.2010.0293b

Prof. Dr. rer. nat. Gesine Kögler
Dr. rer. medic. Verena Reimann
Universitätsklinikum Düsseldorf
Institut für Transplantationsdiagnostik und Zelltherapeutika
Moorenstrasse 5, 40225 Düsseldorf
E-Mail: reimann@itz.uni-duesseldorf.de
E-Mail: koegler@itz.uni-duesseldorf.de

Interessenkonflikt
Die Autorinnen Reimann und Koegler sind Mitarbeiterinnen der José Carreras Stammzellbank (öffentliche Nabelschnurblutbank am Universitätsklinikum Düsseldorf). Prof. Creutzig erklärt, dass kein Interessenkonflikt im Sinne der Richtlinien des International Committee of Medical Journal Editors besteht.
1.
Kögler G, Trapp T, Critser P, Yoder M: Future of cord blood for non oncology uses. Bone Marrow Transplant 2009; 44: 683–97. MEDLINE
2.
Reimann V, Creuztig U, Kögler G: Stem cells derived from cord blood in transplantation and regenerative medicine [Stammzellen aus Nabelschnurblut in der Transplantations- und regenerativen Medizin]. Dtsch Arztebl Int 2009;106(50): 831–6. VOLLTEXT
1. Kögler G, Trapp T, Critser P, Yoder M: Future of cord blood for non oncology uses. Bone Marrow Transplant 2009; 44: 683–97. MEDLINE
2. Reimann V, Creuztig U, Kögler G: Stem cells derived from cord blood in transplantation and regenerative medicine [Stammzellen aus Nabelschnurblut in der Transplantations- und regenerativen Medizin]. Dtsch Arztebl Int 2009;106(50): 831–6. VOLLTEXT

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