ArchivDeutsches Ärzteblatt16/2010Embryonenforschung: Kritik an britischen Experimenten

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Embryonenforschung: Kritik an britischen Experimenten

Dtsch Arztebl 2010; 107(16): A-732 / B-640 / C-628

Hillienhof, Arne

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Das Klonen von menschlichen Embryonen ist international umstritten. Foto: dpa
Das Klonen von menschlichen Embryonen ist international umstritten. Foto: dpa
Der CDU-Gesundheitsexperte Peter Liese hat britische Embryonenexperimente scharf verurteilt. Die jetzt bekanntgewordenen Versuche ermöglichten den Weg zum geklonten Baby, kritisierte der gesundheitspolitische Sprecher der christdemokratischen EVP-Fraktion im Europaparlament am 16. April in Brüssel. Britische Forscher hätten menschliche Embryonen mit Erbinformationen aus drei Menschen erzeugt. Das bedeute, dass praktisch die gleichen Methoden genutzt worden seien wie bei der Herstellung des Klonschafs „Dolly“. Ziel der Versuche sei es, bestimmte Erbkrankheiten zu verhindern. Liese erklärte, zwar sei der Wunsch nach einem gesunden Kind verständlich, es sei aber falsch, wenn dadurch jede Manipulation am menschlichen Leben hoffähig werde. Zudem bedeuteten Versuche nach dem britischen Muster die Zerstörung menschlicher Embryonen zu Forschungszwecken. Sollte die Technik eingeführt werden, wären zudem Tausende Eizellspenden nötig. Bereits jetzt zahlten britische Fortpflanzungskliniken Geld für Eizellspenden aus Rumänien, kritisierte Liese. Solche Spenden seien aber für Frauen mit einem hohen Gesundheitsrisiko verbunden. hil
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