ArchivDeutsches Ärzteblatt16/2010Kampf gegen den Ärztemangel: Rösler für Honoraranreize

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Kampf gegen den Ärztemangel: Rösler für Honoraranreize

Dtsch Arztebl 2010; 107(16): A-732 / B-640 / C-628

Spielberg, Petra

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LNSLNS Ärzte, die sich in unterversorgten Gegenden niederlassen, sollten von der Mengenbegrenzung durch Regelleistungsvolumen ausgenommen werden. Das hat Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter Philipp Rösler (FDP) auf einem Diskussionsabend in der Ärztekammer Nordrhein angeregt. Dort, wo Ärzte am dringendsten gebraucht würden, dürfe es keine Abstaffelung beim Honorar oder Arzneimittelregresse geben.

Suche nach Lösungen: Minister Rösler denkt im Kampf gegen Ärztemangel über Änderungen bei der Bedarfsplanung nach. Foto: action press
Suche nach Lösungen: Minister Rösler denkt im Kampf gegen Ärztemangel über Änderungen bei der Bedarfsplanung nach. Foto: action press
Rösler stellte zudem klar, dass im Rahmen des Moratoriums zur elektronischen Gesundheitskarte (eGK) nur das elektronische Rezept und die elektronische Patientenakte auf Eis gelegt worden seien. Beim weiteren schrittweisen Ausbau der Tele­ma­tik­infra­struk­turen im Gesundheitswesen gelte es, die Einhaltung datenschutzrechtlicher Bestimmungen in den Vordergrund zu stellen. So soll die eGK zunächst nur die Stammdaten der Versicherten enthalten. Rösler zufolge sollen diese künftig online überprüft werden. Dabei müsse jedoch sichergestellt sein, dass die Krankenkassen nur auf die Stammdaten der Versichertenkarte und nicht auf die Patientenakten auf dem Rechner zugreifen könnten. Dies setze eine strikte Trennung von Tele­ma­tik­infra­struk­tur und Praxissoftware voraus. Die Realisierung weiterer medizinischer Anwendungen werde so lange mit einem Moratorium belegt, bis praxistaugliche, höchsten datenschutzrechtlichen Anforderungen entsprechende Lösungen vorgelegt würden, sagte Rösler. ps
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