ArchivDeutsches Ärzteblatt16/2010Helmut Fleischer: Abpfiff nach 20 Jahren

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Helmut Fleischer: Abpfiff nach 20 Jahren

Dtsch Arztebl 2010; 107(16): A-765 / B-669 / C-657

Maus, Josef

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Helmut Fleischer. Foto: dpa
Helmut Fleischer. Foto: dpa
Drei wohldosierte Pfiffe – und das war’s: Dr. med. Helmut Fleischer beendete Anfang April in der Stutt-garter Mercedes-Benz-Arena seine 20-jährige Laufbahn als DFB-Schiedsrichter. 107 Zweitligaspiele, 173 Einsätze in der ersten Fußballbundesliga und die Leitung des Pokalfinales 2009 in Berlin weist die offizielle DFB-Statistik für den Orthopäden aus. 20 Europapokalspiele und drei Länderspiele sind weitere Duftmarken einer langen Laufbahn, die Fleischer auch in den letzten Jahren immer nur neben seinem Beruf als Arzt ausgeübt hat. Sein Arbeitgeber ist die Bundeswehr, seine bisherigen Stationen: Bundeswehrkrankenhaus Ulm, Truppen- und Fliegerarzt in Neuburg an der Donau, Flugmedizinisches Institut der Luftwaffe in Fürstenfeldbruck und jetzt die 3. Deutsche Luftwaffenausbildungsstaffel Goodyear in Arizona, USA. Dort hat Fleischer vor wenigen Tagen seinen Dienst angetreten.

Junge Menschen zu führen und mit ihnen zu arbeiten, hat Fleischer schon immer als Herausforderung verstanden – auf dem Fußballfeld ebenso wie bei der Bundeswehr. Im Stadion spielte sich das allerdings vor vielen Tausend Zuschauern ab, am eindrucksvollsten bei einer Partie des FC Barcelona mit rund 90 000 Fans. Drei- bis viermal pro Woche stand dafür für den Orthopäden intensives Training an. „Das war das Minimum“, sagt Fleischer, der gerne auf seine Karriere als Schiedsrichter zurückblickt. „Es gibt wenige Dinge im Leben, bei denen man so schnell ein echtes Feedback über seine Leistungen bekommt“, meint er heute. Ein Merkmal, das zwar weniger öffentlich, aber letztlich auch auf den Arztberuf zutrifft. Josef Maus
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