Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...
LNSLNS Eine Venenpunktion muss aufgrund der fehlenden Möglichkeit zur analgesierenden Vorbereitung beim wachen Kind erfolgen.

Besteht Indikation zur Venenpunktion, sind zeitraubende und schmerzhafte Fehlpunktionen zu vermeiden. Nach maximal zwei Versuchen an klassischen und erfolgversprechenden Punktionsorten sollte auf die intraossäre Punktion zurückgegriffen werden. Die möglichen Komplikationen treten dabei in den Hintergrund. Bei der Durchführung jedoch sollte als Punktionsort der Übergang vom proximalen zum mittleren Drittel des Unterschenkels gewählt werden. Bei Verwendung der Cook-Nadel sollte der Unterschenkel des Säuglings in der Handfläche des Punktierenden ruhen, um (Grünholz-)Frakturen zu vermeiden.

Keinesfalls stehenbleiben kann der Satz „Symptomatische Hyperglykämien sind […] auf eine diabetische Ketoazidose zurückzuführen“. Die Ketoazidose ist Symptom, nicht Ursache der exzessiven Hyperglykämie. Bei der Therapie der hyperglykämischen Ketoazidose spielt tatsächlich die Volumensubstitution eine große Rolle. Wird jedoch 0,9 prozentige NaCl-Lösung infundiert, kann aufgrund fehlender metabolisierbarer Anionen die Azidose verstärkt werden. Hier ist einer Vollelektrolytlösung der Vorzug zu geben.

Die Tabelle 3 ist wenig hilfreich. Zwischen „trockenen“ und „ausgetrockneten“ Schleimhäuten kann man wohl kaum differenzieren. Für die klinische Einschätzung eines Kindes hat sich die Beurteilung von Allgemeinzustand, Atmung und Kreislauf mithilfe des Pediatric Assessment Triangle bewährt. Das Tool ist ein wertvolles didaktisches Hilfsmittel, wenn der Schweregrad eines Notfalls im Kindesalter eingeschätzt werden muss.
DOI: 10.3238/arztebl.2010.0303c

Dr. med. Lutz Müller-Lobeck
Kinderanästhesie
Charité Universitätsmedizin Berlin
Klinik für Anästhesiologie mit Schwerpunkt operative Intensivmedizin
Campus Virchow Klinikum und Campus Charité Mitte
Augustenburger Platz 1
13353 Berlin
E-Mail: lutz.mueller-lobeck@charite.de
1.
Müller-Lobeck L, Birnbaum J, Spies C: Kindernotfälle – Allgemeine Behandlungsstrategien, Anästhesiol Intensivmed Notfallmed Schmerzther 2009; (44)6: 422–7. MEDLINE
2.
Heinzel O, Schwindt JC, Eppich WJ: Das ABC des lebensbedrohlichen Kindernotfalls. Monatsschr Kinderheilkd 2009; 157: 801–16.
3.
Meyburg J, Bernhard M, Hoffmann GF, Motsch J: Principles of pediatric emergency care. [Grundlagen für die Behandlung von Notfällen im Kindesalter]. Dtsch Arztebl Int 2009; 106: 739–48. VOLLTEXT
1. Müller-Lobeck L, Birnbaum J, Spies C: Kindernotfälle – Allgemeine Behandlungsstrategien, Anästhesiol Intensivmed Notfallmed Schmerzther 2009; (44)6: 422–7. MEDLINE
2. Heinzel O, Schwindt JC, Eppich WJ: Das ABC des lebensbedrohlichen Kindernotfalls. Monatsschr Kinderheilkd 2009; 157: 801–16.
3. Meyburg J, Bernhard M, Hoffmann GF, Motsch J: Principles of pediatric emergency care. [Grundlagen für die Behandlung von Notfällen im Kindesalter]. Dtsch Arztebl Int 2009; 106: 739–48. VOLLTEXT

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

Anzeige