ArchivDeutsches Ärzteblatt17/2010Weltmalariatag: Kampf gegen Malaria zeigt Wirkung

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Weltmalariatag: Kampf gegen Malaria zeigt Wirkung

Dtsch Arztebl 2010; 107(17): A-786 / B-686 / C-674

Schmitt-Sausen, Nora

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LNSLNS Malaria zählt zu den gefährlichsten Infektionskrankheiten. Etwa die Hälfte der Weltbevölkerung ist von der Krankheit bedroht, jedes Jahr sterben mehr als eine Millionen Menschen an der Tropenkrankheit, bis zu 500 Millionen infizieren sich neu. 90 Prozent der Erkrankten leben in Afrika. Doch anlässlich des Weltmalariatags (25. April) gibt es einen Erfolg im Kampf gegen die Erkrankung: Die Malaria ist weltweit auf dem Rückzug. Mehr als ein Drittel der betroffenen Länder verzeichnet einen Rückgang der Neuinfektionen um mehr als die Hälfte im Vergleich zum Jahr 2000.

Gegen den Stich der Anopheles- Mücke kann man sich wirksam mit einem Moskitonetz schützen. Foto: cdc
Gegen den Stich der Anopheles- Mücke kann man sich wirksam mit einem Moskitonetz schützen. Foto: cdc
Das effektivste Mittel gegen Malaria ist vergleichsweise simpel: Es ist ein mit Insektengift behandeltes Moskitonetz. Ein Drittel aller Haushalte in Schwarzafrika sind nach Angaben der Welt­gesund­heits­organi­sation inzwischen mit diesem Netz ausgestattet. Zwischen 2007 und 2009 wurden nahezu 200 Millionen Netze in Afrika verteilt. Neben dem Einsatz der Moskitonetze sorgten die Vernichtung der über- tragenden Anopheles-Mücke sowie bessere Behandlungsmöglichkeiten dafür, dass die Malaria auf dem Rückzug ist.

Der Erfolg ist eng verknüpft mit dem Thema Geld: Die finanziellen Mittel, die durch die internationale Staatengemeinschaft und Hilfsorganisationen bereitstehen, sind kontinuierlich gestiegen: Nach Angaben der Initiative Roll Back Malaria standen im Jahr 2009 1,8 Milliarden US-Dollar zur Verfügung, im Jahr 2003 waren es lediglich 51 Millionen Dollar. nos
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