ArchivDeutsches Ärzteblatt17/20103 Fragen an... Dr. med. Mathias Wesser, Präsident der Landesärztekammer Thüringen

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3 Fragen an... Dr. med. Mathias Wesser, Präsident der Landesärztekammer Thüringen

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Derzeit wird intensiv über Ärztemangel und Bedarfsplanung diskutiert. Haben die Ärztekammern genug getan, zum Beispiel im Bereich der Weiterbildung in Allgemeinmedizin?
Wesser: Für Thüringen kann ich sagen, dass wir die Weiterbildung zur Allgemeinmedizin schon befördert haben. Wir haben auch in Veranstaltungen bei der Kammer sowohl mit Weiterbildern wie Weiterzubildenden über deren Probleme gesprochen. Aber in der Allgemeinmedizin war der Bruch insofern immer programmiert, als dass die Ärzte in Weiterbildung im Krankenhaus jahrelang mehr Geld bekommen haben als in der Praxis.

Der Bundesgesundheitsminister und andere haben spezielle Anreize zur Diskussion gestellt, nach dem Motto: Studienplatz gegen spätere Hausarzttätigkeit. Was halten Sie davon?
Wesser: Das ist unsinnig. Diese zentralistischen Lenkungsregeln hatten wir im Osten alle, das wollen wir auf keinen Fall mehr. Die Angebote für junge Ärztinnen und Ärzte müssen so gut und attraktiv sein, dass jemand sagt: Jawohl, das mache ich.

Was müsste man noch tun?
Wesser: Die Zukunft nicht so schlechtreden. Der künftige Hausarzt wird eben keiner sein, der 24 Stunden arbeitet. Er wird entlastet werden und nicht rund um die Uhr bei Wind und Wetter unterwegs sein. Wir müssen neue Arbeitsformen finden, auch um dem negativen Berufsbild zu entgehen.

Langfassung des Interviews:
www.aerzteblatt.de/10790

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