ArchivDeutsches Ärzteblatt17/2010Studium: Liebe zur Arbeit mit Patienten
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Um ein guter Arzt zu sein, braucht man nicht unbedingt Abitur, sondern vielmehr Liebe zur Arbeit mit Patienten und gesunden Menschenverstand.

Genau das bringen die Medizinischen Fachangestellten oder Pflegekräfte mit. Sie haben auch noch den Vorteil, dass sie bereits wissen, worauf sie sich im Medizinbetrieb, und zwar sowohl im Klinik- wie im Praxisbereich, einlassen – ganz im Gegensatz zu den vom wirklichen Leben unbeleckten Abiturienten, die dann im PJ erschrocken feststellen, dass der Arbeitsalltag eines Arztes nicht aus Leben retten und netten Gesprächen besteht, worauf sie der kurativen Medizin scharenweise den Rücken kehren.

Frau Hibbelers Argumentation mit der Work-Life-Balance, die bei jungen Ärztinnen wie Ärzten immer mehr Beachtung findet, stimme ich aber ungeteilt zu. Die Kollegen wollen arbeiten, um zu leben, nicht umgekehrt. Männer wie Frauen wollen Kinder haben und die auch aufwachsen sehen. Das haben viele leitende Ärzte der „alten Schule“ noch gar nicht verstanden.
Dr. med. Irina Gehrt, 58097 Hagen
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