ArchivDeutsches Ärzteblatt17/2010Krankschreibungen: Personelle Defizite
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Die Äußerungen des Universitätsprofessors vermitteln ein Bild über die ärgerliche Distanz zwischen Lehrenden und Lernenden. Herr May hätte die Möglichkeit gehabt, darüber nachzudenken, ob nicht auch die universitäre Lernsituation schuld an dem hohen Krankenstand ist. Nein, es ist das aus dem Elfenbeinturm der Anatomie gut erkennbare Komplott von Studenten und niedergelassenen Ärzten.

Studenten sind mit Studienbeginn Kollegen, sie haben erfolgreich das Schulsystem durchlaufen und haben die harte Aufgabe angepackt, Arzt oder Ärztin zu werden. Damit verdienen sie unseren Respekt. Auch den Respekt von den Ärzten, die sich für einen Verbleib an Hochschulen entschieden haben.

Jeder der studentischen Kollegen wird auch in Zukunft ältere Kollegen im niedergelassenen Bereich finden, die bei der taktischen Bewältigung des Studiums behilflich sind. Weil jeder weiß, dass die medizinische Ausbildung in Deutschland an personellen und methodischen Defiziten krankt . . .
Dr. med. Harald Jaacks, 22147 Hamburg-Berne

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