ArchivDeutsches Ärzteblatt17/2010Aygül Özkan: Erste türkischstämmige Ministerin

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Aygül Özkan: Erste türkischstämmige Ministerin

Dtsch Arztebl 2010; 107(17): A-823 / B-719 / C-707

Hibbeler, Birgit

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Aygül Özkan. Foto: dpa
Aygül Özkan. Foto: dpa
Jung, weiblich, konservativ – und muslimisch. Das ist das Profil von Aygül Özkan (38). Und offenbar sind das Eigenschaften, mit denen man in der Union punkten kann: Die CDU-Politikerin wird neue Sozialministerin in Niedersachsen. Damit ist sie die erste türkischstämmige Ministerin in Deutschland. Neben den Bereichen Gesundheit, Frauen und Familie fällt auch das Thema Integration in ihr Aufgabengebiet.

In die CDU trat die gebürtige Hamburgerin 2004 ein – nach eigenem Bekunden gerade wegen des „C“. Familie, Verantwortung, gesellschaftlicher Zusammenhalt und die Unterstützung von Schwachen seien für sie zentrale Anliegen. „Das sind Werte, die ich auch als Muslimin lebe“, sagt sie. Özkan ist mit einem türkischstämmigen Frauenarzt verheiratet und Mutter eines siebenjährigen Sohnes.

In der Hamburger Union machte die gelernte Juristin schnell Karriere. Sie ist Mitglied der Bürgerschaft und wurde im Jahr 2008 zur stellvertretenden CDU-Landesvorsitzenden gewählt. Wie eine „Quoten-Migrantin“ fühlt sie sich aber nicht. „Darauf lasse ich mich nicht reduzieren“, stellt Özkan klar.

Niedersachsens Ministerpräsident Christian Wulff (CDU) hat im Rahmen einer Kabinettsumbildung den Wechsel in vier Ministerien eingeleitet. Dabei übernimmt mit Özkan nicht nur erstmals eine Frau mit Migrationshintergrund einen Ministerposten, sondern es gibt noch eine weitere Premiere: Die neue Wissenschaftsministerin Johanna Wanka (59) ist die erste ostdeutsche Politikerin, die in einem westdeutschen Bundesland Ministerin wird. Birgit Hibbeler
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