ArchivDeutsches Ärzteblatt17/2010Florian Greten: Neue Erkenntnisse in der Darmkrebsforschung

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Florian Greten: Neue Erkenntnisse in der Darmkrebsforschung

Dtsch Arztebl 2010; 107(17): A-823 / B-719 / C-707

Hibbeler, Birgit

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Florian Greten. Foto: privat
Florian Greten. Foto: privat
Priv.-Doz. Dr. med. Florian Greten (37) ist mit dem Theodor-Frerichs-Preis der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin ausgezeichnet worden. Der Forscher vom Klinikum rechts der Isar der Technischen Universität (TU) München erhielt die Ehrung für seine Arbeit über die Zusammenhänge von Entzündungsprozessen und Darmkrebs. Der mit 30 000 Euro dotierte Preis wurde ihm auf dem Internistenkongress in Wiesbaden verliehen.

Etwa 20 Prozent aller Krebskrankungen entstehen wegen chronischer Entzündungen. Gretens Forschungsergebnisse liefern neue Erkenntnisse zum kolorektalen Karzinom. Seit Jahren erforscht er die Rolle von „myeloiden Zellen“, die mit dem Krebs assoziiert sind und die Zellen des Darms zur -Teilung anregen. In seiner jetzt ausgezeichneten Studie an der TU München klärte seine Arbeitsgruppe im Tierversuch die genaue Funktion dieser myeloiden Zellen auf: Die von ihnen freigesetzten, wachstumsregulierenden IL-6-Zytokine aktivieren den Signalstoff Stat3. Dieser stößt eine Kette von Reaktionen an, die Tumoren dazu bringt, zu wachsen. Ein Mangel an Stat3 dagegen unterdrückt das Krebswachstum.

Greten habe die zentrale Rolle von Stat3 in der entzündungsvermittelten Tumorentstehung überzeugend dargestellt, urteilte die Jury. „Zudem ist die hochinnovative wissenschaftliche Arbeit ein Paradebeispiel für eine exzellente Nachwuchsforschungsarbeit.“ Birgit Hibbeler
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