ArchivDeutsches Ärzteblatt18/2010Ulrich Oesingmann: Spannende Zeiten, gute Zeiten

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Ulrich Oesingmann: Spannende Zeiten, gute Zeiten

Dtsch Arztebl 2010; 107(18): A-869 / B-761 / C-749

Maus, Josef

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Ulrich Oesingmann. Foto: BFB
Ulrich Oesingmann. Foto: BFB
Das war eine ungeheuer interessante Zeit, eine Zeit mit sehr vielen neuen Eindrücken und einer Vielzahl von Begegnungen mit Menschen, die im Aufbruch waren.“ Dr. med. Ulrich Oesingmann spricht über das Jahr 1989 – über die Wendezeit, in der ihm als damaliger Vorsitzender der Kassenärztlichen Bundesvereinigung gewaltige Aufgaben zuwuchsen. „Und es war eine Zeit der allergrößten Solidarität in beiden Richtungen.“ Damals, erinnert sich der Allgemeinarzt aus Dortmund, waren viele Mitarbeiter aus den West-KVen oft wochenlang in den neuen Ländern, um konkrete Aufbauhilfe zu leisten. Von dieser Solidarität sei nicht mehr viel übrig geblieben, stellt Oesingmann mit Bedauern fest. Dabei sei das Zusammenstehen heute nicht weniger wichtig als zu jener Zeit.

Denn jetzt zeigten sich die Folgen einer unsteten Gesundheitspolitik mit immer neuen Eingriffen in gewachsene Strukturen. „Hätte ich diese Entwicklung damals geahnt, hätte ich nicht mit derselben Überzeugung den Kollegen im Osten geraten, sich in unserem Gesundheitssystem zu engagieren“, sagt Oesingmann, der am 2. Mai seinen 70. Geburtstag feiern konnte. Nach wie vor engagiert sich der kantige Westfale für die Belange der Ärztschaft: seit 1995 als Präsident des Bundesverbandes der Freien Berufe. Diese Aufgabe will er gerne weiterführen – mit Unterstützung der Ärzteschaft, wie er hofft, und in der Erkenntnis, dass eine nachhaltige Wirkung in der Politik nur erzielt werden kann, wenn alle Freiberufler gemeinsam und geschlossen auftreten. Auch das ist eine Frage der Solidarität. Josef Maus
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