ArchivDeutsches Ärzteblatt19/2010Geburtshilfe: Hebammen sehen ihre Existenz bedroht

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Geburtshilfe: Hebammen sehen ihre Existenz bedroht

Dtsch Arztebl 2010; 107(19): A-890 / B-782 / C-770

afp

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LNSLNS Bundesweit haben am 5. Mai Hebammen für bessere Arbeits- und Verdienstmöglichkeiten demonstriert. An den Protestaktionen des Deutschen Hebammenverbandes beteiligten sich nach Angaben einer Sprecherin mehrere Tausend Menschen. In Städten wie Köln, Stuttgart, München und Berlin versammelten sich demnach jeweils mehrere Hundert Demonstranten. Hinzu kamen dezentrale kleinere Veranstaltungen, unter anderem in 30 niedersächsischen Landkreisen.

Aus für Geburtshäuser und Hausgeburten? Die Haftpflichtprämien für Hebammen steigen deutlich. Foto: dpa
Aus für Geburtshäuser und Hausgeburten? Die Haftpflichtprämien für Hebammen steigen deutlich.
Foto: dpa
Nach Verbandsangaben sind zahlreiche Hebammen durch eine zum 1. Juli in Kraft tretende Erhöhung von Haftpflichtversicherungsprämien, zu geringe Vergütungen der Krankenkassen sowie die Schließung von Geburtsabteilungen an kleineren Kliniken in ihrer Existenz bedroht. Damit könnten auf Frauen hierzulande bald drastische Einschränkungen beim Geburtshilfeangebot zukommen. Trotz monatelanger Warnungen hätten Politik und Krankenkassen bislang jedoch nichts unternommen.

Der bundesweite Protesttag am internationalen Hebammentag bildete zugleich den Auftakt zu einer großangelegten Unterschriftenaktion für eine Petition an den Bundestag. Der Hebammenverband benötigt 50 000 Unterstützer, damit sich das Parlament auf seinen Antrag hin mit der Situation der Geburtshilfe befassen muss. Bis zum Mittwochnachmittag kamen circa 6 000 Unterschriften zusammen, wie die Sprecherin der Berufsvereinigung mitteilte. afp
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