ArchivDeutsches Ärzteblatt19/2010Neue Berufsbilder: Entlastung möglich
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. . . Als Chirurgin habe ich sehr gute Erfahrung insbesondere mit den sehr qualifiziert ausgebildeten OTAs gemacht . . .

Allerdings könnte man meines Erachtens auch ohne die Schaffung neuer Berufsbezeichnungen noch Wesentliches zur ärztlichen Entlastung beitragen. Dazu gehören in erster Linie Blutentnahmen und das langwierige Legen von Braunülen. Schwestern sind dafür ausgebildet, weigern sich aber in den meisten Krankenhäusern, diese Tätigkeiten durchzuführen. Auch ist es nicht flächendeckend üblich, dass Pflegepersonal die Ärzte auf Visiten begleitet, unkomplizierte Verbandswechsel und Drainagenentfernungen durchführt, teilweise müssen sogar Magensonden und Blasenkatheter ebenfalls durch Ärzte gelegt werden.

Solange es sich ein Gesundheitssystem leisten kann, langjährig ausgebildete und gut qualifizierte Fachkräfte wie Krankenschwestern Betten machen, waschen und Essen verteilen zu lassen, muss man sich gut überlegen, ob es wirklich sinnvoll ist, neue Gesundheitsberufe mit zweifelhafter Qualifikation zu schaffen.
Dr. Camilla von Münchhausen, 10999 Berlin
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