ArchivDeutsches Ärzteblatt19/2010Florian Schneider: Engagement für Krankenhaus in Tansania

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Florian Schneider: Engagement für Krankenhaus in Tansania

Hibbeler, Birgit

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Florian Schneider. Foto: privat
Florian Schneider. Foto: privat
Dass Medizinstudierende eine Famulatur oder einen Teil ihres praktischen Jahres in einem Entwicklungsland absolvieren, ist nicht weiter ungewöhnlich. Viele können sich sogar vorstellen, später eine Zeit lang als Ärztin oder Arzt in einem afrikanischen oder lateinamerikanischen Land zu arbeiten, um Menschen zu helfen, die in ihrem Gesundheitswesen nicht so gut abgesichert sind, wie Patienten in Deutschland.

Florian Schneider (23) geht mit seinem Einsatz jedoch deutlich weiter als viele seiner Kommilitonen. Der Wittener Medizinstudent hat einen Verein gegründet, der das Krankenhaus in Endulen – einem Dorf im Nordosten Tansanias – unterstützt (www.endulen.de). Die Einrichtung mit 72 Betten ist dringend auf Spenden angewiesen. Es soll unter anderem ein Entbindungstrakt entstehen. „Bisher liegen schwangere Frauen und Schwerkranke in einem Zimmer. Das wollen wir ändern“, erläutert Schneider. Der Verein Endulen e.V. hat bereits zuvor einige Projekte in Zusammenarbeit mit der Krankenhausverwaltung und den anderen Mitarbeitern vor Ort erfolgreich umgesetzt. So wurde eine Notfallstation eingerichtet und das Entbindungszimmer renoviert.

Zum Engagement für das Krankenhaus in Endulen ist Schneider während eines zehnmonatigen Aufenthalts in Tansania gekommen. Seitdem fährt der Medizinstudent jedes Jahr dorthin, um mitzuhelfen und Projekte zu verwirklichen. Seine Kraft bekomme er immer wieder von den Menschen vor Ort, sagt Schneider. Birgit Hibbeler

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