ArchivDeutsches Ärzteblatt11/1996Fortbildung: Gebühr erlassen

SPEKTRUM: Leserbriefe

Fortbildung: Gebühr erlassen

Lipinski, Jens

Ein AiP besuchte das "Forum"
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LNSLNS . . . Man nehme eine Fortbildungsveranstaltung, kündige sie als "AiP-geeignet" an und kassiere für die dreistündige Teilnahme an derselbigen 75 DM. Nun muß man hierzu wissen, daß es sich bei derart gekennzeichneten Fortbildungen üblicherweise um solche handelt, die AiPler zur Erlangung der Approbation sechsmal besuchen müssen. Und aus diesem Grund sind diese Fortbildungen auch kostenfrei, oder die Teilnahmegebühr wird den begüterten AiPlern erlassen, wie es die Ärztekammer Nordrhein auf der Medica vorbildhaft praktizierte . . . Wer jedoch in Kenntnis dieser Gepflogenheiten versuchte, sich einen Platz im 20. Interdisziplinären Forum der Bundesärztekammer im Januar in Köln zu sichern, wurde an der Anmeldung mit dem Hinweis abgeblockt: "Wenn Ihnen das zu teuer ist, können Sie sich Ihre Stempel ja woanders abholen."
Recht hatte die Dame, und wer unbedingt eine Ermäßigung in Anspruch nehmen wollte, hätte sich ja für die gesamten vier Tage anmelden können (dienstfrei vorausgesetzt). Dann hätte die Karte für "Ärztinnen/Ärzte innerhalb der ersten fünf Berufsjahre, im Praktikum, im Erziehungsurlaub und im Ruhestand oder arbeitslos gemeldete, Medizinstudenten sowie Fachberufe im Gesundheitswesen" anstelle von 195 DM nur noch vergleichsweise günstige 115 DM gekostet. Nicht, daß den genannten ärztlichen und nichtärztlichen Kollegen diese Sparmöglichkeit nicht zu gönnen wäre, auch ist gegen die Höhe der Teilnahmegebühr an sich nichts einzuwenden, wenn in einer der ersten Adressen Kölns getagt wird und kompetente Referenten gewonnen werden sollen. Wer jedoch eine Veranstaltung ausdrücklich als "AiP-geeignet" ankündigt, sollte diesem Hinweis auch in der Gestaltung der Teilnahmegebühr für diese Personengruppe Rechnung tragen oder kann sich diesen Hinweis sparen.
Jens Lipinski, Am Sommerberg 23, 51503 Rösrath

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