ArchivDeutsches Ärzteblatt20/2010Wissenschaftsrat: Positive Zwischenbilanz für Marburg/Gießen

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Wissenschaftsrat: Positive Zwischenbilanz für Marburg/Gießen

Dtsch Arztebl 2010; 107(20): A-956 / B-836 / C-824

Richter-Kuhlmann, Eva

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LNSLNS Bei seiner Frühjahrssitzung würdigte der Wissenschaftsrat in einer ersten Zwischenbilanz die Leistungen des fusionierten Universitätsklinikums in Gießen und Marburg. Gleichzeitig bemängelte er jedoch eine noch fehlende gemeinsame Strategie für Forschung und Lehre. „Die Chance, die in der Fusion zu einem Universitätsklinikum liegt, wird noch nicht mit ausreichender Entschlossenheit ergriffen“, erklärte der Vorsitzende des Wissenschaftsrates, Prof. Dr. Peter Strohschneider. Beide Universitäten müssten sich besser „zueinander ins Verhältnis setzen“. Um eine gemeinsame strategische Ausrichtung zu erreichen, empfiehlt der Wissenschaftsrat dem Land, einen externen wissenschaftlichen Beirat zu berufen, der die gemeinsame Strategiebildung moderierend unterstützt.

Eine gemeinsame Strategie für Lehre und Forschung fehlt in dem von Rhön betriebenen Uniklinikum noch. Foto: dpa
Eine gemeinsame Strategie für Lehre und Forschung fehlt in dem von Rhön betriebenen Uniklinikum noch. Foto: dpa
Als positiv hob der Wissenschaftsrat indes die Investitionen des privaten Betreibers, der Rhön-Klinikum AG, hervor, die zu einer Auflösung des Investitionsstaus am Klinikum geführt und die patientenorientierte klinische Forschung auf ein „wettbewerbsfähiges Niveau“ gehoben hätten. Als erstes und bislang einziges Universitätsklinikum in Deutschland war das fusionierte Universitätsklinikum Gießen und Marburg am 1. Februar 2006 privatisiert worden.

Lob erhielt auch das auf Empfehlung des Wissenschaftsrates erarbeitete Strategie- und Investitionskonzept der Universitätsmedizin Mainz. Einzelne Initiativen des vorliegenden Konzepts griffen bereits erfolgreich Kritikpunkte des Rates auf, erklärte Strohschneider. Ferner würdigte der Rat auf seiner Frühjahrssitzung besonders die hohe Leistungsfähigkeit des Paul-Ehrlich-Instituts.

Seine Empfehlung zur European Medical School Oldenburg/Groningen vertagte der Wissenschaftsrat aufgrund „erheblicher Komplexität“ auf Anfang Juli. Mit ihr könnte erstmals in Deutschland die Bachelor-Master-Struktur für das Medizinstudium eingeführt werden. ER
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