ArchivDeutsches Ärzteblatt20/2010Psychiatrische Institutsambulanzen: Neue Vereinbarung abgeschlossen

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Psychiatrische Institutsambulanzen: Neue Vereinbarung abgeschlossen

Dtsch Arztebl 2010; 107(20): A-957 / B-837 / C-825

Meißner, Marc

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LNSLNS Die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV), die Deutsche Krankenhausgesellschaft und der GKV-Spitzenverband haben einen Vertrag über Psychiatrische Institutsambulanzen (PIA) nach § 118 Absatz 2 SGB V geschlossen. Die Vereinbarung tritt am 1. Juli in Kraft und regelt die ambulante Versorgung schwer psychisch Kranker durch PIA. Den vorherigen Vertrag hatte die KBV gekündigt. Grund waren Beschwerden aus Kassenärztlichen Vereinigungen und vom Beratenden Fachausschuss für Psychotherapie, dass die PIA ihre Arbeit auf zu viele leicht erkrankte Patienten ausgedehnt hätten.

Der neue Vertrag legt Kriterien fest, wann eine Behandlung in einer Institutsambulanz indiziert ist. Dabei ist nicht nur die Diagnose entscheidend, sondern auch die Schwere und Dauer der Erkrankung. Ausgeschlossen sind generell Patienten, die durch einen Vertragsarzt oder Vertragspsychotherapeuten psychiatrisch-psychotherapeutisch behandelt werden.

Die Regelungen gelten nur für PIA an Allgemeinkrankenhäusern mit „selbstständigen, fachärztlich geleiteten psychiatrischen Abteilungen mit regionaler Versorgungsverpflichtung zur ambulanten psychiatrischen und psychotherapeutischen Versorgung“, wie der GKV-Spitzenverband klarstellte. Die Ambulanzen psychiatrischer Fachkliniken sind nicht betroffen. mei
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