ArchivDeutsches Ärzteblatt20/2010Frühgeborene: Unterschiedliche Versorgung innerhalb der EU

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Frühgeborene: Unterschiedliche Versorgung innerhalb der EU

Dtsch Arztebl 2010; 107(20): A-958 / B-838 / C-826

Spielberg, Petra

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Foto: dpa
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Europaweit ist die Rate an Frühgeborenen in den zurückliegenden Jahren auf durchschnittlich sieben Prozent aller Neugeborenen gestiegen. Österreich und Deutschland gehören zu den Ländern mit dem höchsten Anstieg, gefolgt von Belgien und Spanien. Die geringsten Frühgeburtenraten haben Schweden und Frankreich. Dennoch mangelt es auf nationaler und europäischer Ebene an abgestimmten politischen Strategien zur Verbesserung der medizinischen Versorgung der Frühchen.

Dies geht aus einem Bericht der Europäischen Stiftung für die Versorgung frühgeborener Säuglinge (EFCNI) hervor. Der Bericht gibt die Situation in 13 europäischen Staaten wieder, darunter Deutschland. Grundlage für die Erhebung waren Literaturrecherchen und Interviews mit Gesundheitsbehörden, Ärzten, Pflegekräften und Organisationen von Eltern frühgeborener Kinder.

Nur Portugal und Großbritannien haben dem Bericht zufolge nationale Aktionspläne zur gesundheit-lichen Versorgung Frühgeborener entwickelt. Neben dem Vereinigten Königreich gibt es lediglich noch in Schweden zudem ein Programm zur Evaluierung der Versorgungssituation. An Deutschland kritisiert die EFCNI die mangelnde Vergleichbarkeit der Datenlage in den einzelnen Bundesländern.

Die Autoren fordern eine systematische EU-weite Datensammlung, um Aufschluss über die gesundheitlichen und sozialen Ungleichheiten zwischen den EU-Mitgliedsländern bei Frühgeburten zu erhalten. Ferner gelte es, Qualitätsstandards für die Vorbeugung, Behandlung und Betreuung Frühgeborener zu entwickeln. ps
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