ArchivDeutsches Ärzteblatt20/2010Kinderärzte: Es geht um Qualität
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. . . Der Hausarzt mag auch ohne pädiatrische Ausbildung zur Behandlung banaler Erkrankungen bei Kindern in der Lage sein; Kindervorsorgen sollen aber Entwicklungsstörungen frühzeitig erkennen und den Eltern das sichere Gefühl geben, dass mit ihrem Nachwuchs alles in Ordnung ist. Wenn ein Allgemeinarzt nun keine Erfahrung in der entwicklungsneurologischen Untersuchung eines Säuglings oder Kindes hat, kommt es zwangsläufig zu Fehlbeurteilungen, Fehleinschätzungen und Fehlbehandlungen. Die Behauptung des Herrn Dr. Dietsche, die Kindervorsorgen seien auch bei Allgemeinärzten gut aufgehoben, ist deshalb ein Hohn.

Es lässt sich doch auch niemand von einem Arzt operieren, der noch nie ein Messer in der Hand hatte. Und eine Krebsvorsorge macht auch nur dann Sinn, wenn der Durchführende fachkundig ist.

Den Kinderärzten geht es bei den §-73-b-Verträgen um Qualität. Die Inhalte der bisherigen Krankenkassenverträge beinhalten eben nicht nur einfach mehr Geld, sondern fordern von allen Kinderärzten eine hochmoderne Ausstattung der Praxis, eine ständige Fortbildung zu kinderärztlichen Themen und einen hohen Qualitätsstandard bei den Vorsorgeuntersuchungen. Welcher Allgemeinarzt kann schon bei Säuglingen ein EKG ableiten oder Blutdruck messen? Und wie viele Hausärzte haben ein Kinderaudiometer?

Die Kindervorsorgen gehören deshalb komplett in die Hände des Fachmanns, des Kinderarztes. Nur so kann sichergestellt werden, dass eine Vorsorgeuntersuchung auch den Zweck erfüllt, den sie erfüllen soll, nämlich Früherkennung . . .
Dr. Eckhard Jentsch, 91781 Weißenburg
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